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Volkswagen: Keine Rabattschlachten in China

Volkswagen: Keine Rabattschlachten in China
Foto: TennesseePhotographer/iStockphoto
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31.05.2023, 15:25 ‧ Julian Weber

Weltweit, aber insbesondere in China tobt, derzeit eine Preisschlacht unter Autobauern. Initiiert wurde diese im Oktober von Tesla. Seitdem sind mehrere Wettbewerber dem Beispiel gefolgt. Der Volkswagen-Konzern verlor in der Folge seine Spitzenposition in Fernost. An den Rabattschlachten will VW sich dennoch nicht um jeden Preis beteiligen.

Das erklärte der China-Chef des Wolfsburger Autobauers Ralf Brandstätter in einem am Mittwoch von VW veröffentlichten Interview. Die Wirtschaftlichkeit stehe im Fokus, nicht das Absatzvolumen oder Marktanteile, so der Manager. Brandstätter kalkuliert zum Ende der Dekade mit einem Wachstum des chinesischen Automarktes von heute rund 22 Millionen auf 28 bis 30 Millionen Fahrzeuge.

In diesem Umfeld genüge es, bei entsprechender Rentabilität, einen Absatz größer vier Millionen Fahrzeuge zu erreichen, so Brandstätter. Weiter führte der Manager aus, der Anspruch von VW sei es der größte internationale Autobauer in China zu sein. Hiesige Hersteller spielten dagegen keine Rolle.

Um in China konkurrenzfähig zu bleiben, kündigte Volkswagen mehrere Investitionen in Milliardenhöhe und eine verstärkte Entwicklung vor Ort an. Im Hinblick auf die Wichtigkeit des Marktes – VW erzielte dort in der jüngeren Vergangenheit bis zu 40 Prozent seiner Umsätze – ein richtiger Schachzug. Zur Kompensation des China-Geschäfts dürfte künftig aber auch ein stärkerer Fokus auf Nordamerika beitragen.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Die Aktie ist aus fundamentaler Sicht eine Halteposition. Neue Käufe drängen sich nicht auf. Interessant könnte der anstehende Kapitalmarkttag von Volkswagen werden. Dieser wird am 21. Juni am Hockenheimring stattfinden. Das letzte Event im März 2021 (Power Day) – damals noch unter der Leitung von Herbert Diess – sorgte jedenfalls im Anschluss für deutlich höhere Notierungen bei der Aktie.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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