Es läuft aktuell einfach noch nicht rund bei der Volkswagen-Aktie. Der DAX-Titel notiert nur noch knapp oberhalb der wichtigen Chart-Marke von 70,00 Euro. Auch im gestrigen Handel ging es mit den Anteilscheinen des Wolfsburger Unternehmens weiter bergab. Denn die jüngsten Zulassungszahlen in der EU waren nicht gut.
Denn der Automobilhersteller verkaufte im Juli und August jeweils rund drei Prozent weniger Fahrzeuge als noch ein Jahr zuvor. In den Konzernzahlen ist Porsche enthalten. Die Sportwagentochter musste im Juli einen Rückgang von knapp fünf Prozent und im August von mehr als acht Prozent verkraften.
Damit verschärft sich der Druck auf Europas größten Autobauer. Neben der schwächeren Nachfrage in einzelnen Märkten belastet vor allem der Wettbewerb bei Elektroautos den Konzern. Chinesische Marken treten dort mit aggressiver Preisgestaltung und einer breiteren Modellpalette an.
Am 30. September steht bei Volkswagen eine weitere wichtige Verhandlungsrunde an. Demnach kommen in Hannover Vertreter des Konzerns, der IG Metall und des Betriebsrats zu einem Überprüfungsgespräch zusammen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen; zuvor hatte das „Handelsblatt“ über den Termin berichtet.
Im Mittelpunkt steht der Zukunftstarifvertrag von 2024. Die Beteiligten wollen prüfen, ob und wie Volkswagen die darin vereinbarten Zusagen erfüllt. Der nach Warnstreiks und einem einwöchigen Verhandlungsmarathon geschlossene Kompromiss sieht den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland bis 2030 vor. Zudem wurden Boni und Zulagen gekürzt und Gehaltserhöhungen ausgesetzt. Im Gegenzug verzichtet Volkswagen auf betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen. Außerdem sagte der Konzern Investitionen und neue Produkte für die deutschen Standorte zu.
Eine ausführliche Analyse der Volkswagen-Aktie lesen Sie unter: Was jetzt, Herr Blume?
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz.
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