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26.11.2021 Jochen Kauper

Volkswagen: Aktie angeschlagen – Top-Manager von Apple kommt

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Volkswagen Vz.

Für den milliardenschweren Ausbau seines Batteriegeschäfts hat der Volkswagen-Konzern weitere Führungskräfte bei Rivalen aus der Tech- und Autobranche abgeworben. Die Aktie ist auf Bodensuche.


Der VW-Konzern hat unter anderem den Batterie-Entwicklungschef von Apple, Soonho Ahn, abgeworben. Wann genau der Südkoreaner beim größten europäischen Fahrzeughersteller startet, ist aber noch nicht klar. VW bestätigte die Top-Personalie am Donnerstag auf Anfrage. Beim Konkurrenten BMW gehen die VW-Manager ebenso auf Expertenfang. Von dort soll Jörg Hoffmann kommen, zuletzt spezialisiert auf Feststoffzellen-Technik.

Vor allem die Verpflichtung Ahns wird sowohl in der IT- als auch in der Autoindustrie Aufsehen erregen. VW-Konzernchef Herbert Diess sieht in den amerikanischen und asiatischen Technologieriesen die im Kern wichtigsten Wettbewerber der nächsten Jahre bei der weiteren Vernetzung der Mobilität und beim autonomen Fahren.

Volkswagen will in Europa zunächst sechs eigene Batteriezellfabriken bauen. Neben Salzgitter ist Skellefteå in Nordschweden schon gesetzt, ein dritter Standort in Spanien hat gute Chancen.


Sicherlich gute News für den VW-Konzern. Allerdings ist nach dem jüngsten Treffen des Aufsichtsrats weiter unklar, ob Konzernchef Herbert Diess an Bord bleiben wird. Sollte sich ein Bericht im "Handelsblatt" als richtig herausstellen, wonach Diess nicht in die Budgetpläne der nächsten fünf Jahre einbezogen ist, wäre seine Position weiter geschwächt und der aktuelle Machtkampf nähme wohl kein gutes Ende, so Stifel-Analyst Daniel Schwarz. Entweder mache Volkswagen weiter mit einem geschwächten Vorstandschef, oder man müsse den Architekten der Elektrofahrzeug-Strategie ersetzen. Trotz der Unsicherheiten bleibt Schwarz bei seiner Kaufempfehlung für die VW-Aktie. Sein Kursziel lautet 308 Euro.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Die Aktie des Automobil-Herstellers Volkswagen stand in den letzten Wochen deutlich unter Druck. Und das, obwohl sich der Gesamtmarkt in einer stabilen Verfassung befand. Ein Grund für die Underperformance im Vergleich zu Daimler oder auch BMW ist sicherlich die Diskussion um Vorstandschef Herbert Diess. Der starke Support bei 177 Euro hat nicht gehalten. Im Anschluss rutschte die Aktie auch unter die Unterstützung bei 174,40 Euro. Der nächste Support liegt bei 155 Euro.

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