Trotz der ständigen Attacken von US-Präsident Donald Trump haben sich viele Aktien aus der Windbranche zuletzt gut entwickelt. Auch der dänische Turbinenbauer Vestas notiert auf 52-Wochen-Hoch und hat nun mit den Zahlen durchaus überzeugen können. Der deutsche Wettbewerber Nordex folgt erst Ende Februar.
Im vierten Quartal hat Vestas mit einem Umsatz von 6,27 Milliarden Euro (2,1 Prozent mehr als im Vorjahr) die Erwartungen am Markt zwar um 170 Millionen Euro verfehlt. Entsprechend lag auch der Gesamtjahresumsatz 2025 mit 18,82 Milliarden Euro etwas unter dem Mittelwert der eigenen Prognosespanne des Konzerns von 18,5 bis 19,5 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge dagegen lag mit 5,7 Prozent eher am oberen Ende der Spanne von fünf bis sechs Prozent.
Für das Jahr 2026 stellt Vestas nun einen Umsatz von 20 bis 22 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von sechs bis acht Prozent in Aussicht. Damit liegen die Dänen etwa im Rahmen der Erwartungen. Die Wachstumsambitionen werden durch volle Auftragsbücher gedeckt. Per Ende Dezember stand alleine im Turbinengeschäft ein Backlog von 33,2 Milliarden Euro in den Büchern. Turbinenaufträge und Serviceverträge zusammen ergeben sogar ein Volumen von 71,9 Milliarden Euro.
Darüber hinaus gab Vestas bekannt, dass eine Dividende von 0,74 Dänische Kronen je Aktie ausgeschüttet werden soll. Das sind umgerechnet 0,10 Euro oder etwa 0,4 Prozent Rendite. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 150 Millionen Euro.
Die Zahlen von Vestas sind solide. An der Börse reagiert die Aktie im frühen Handel kaum. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Monate ist dies aber eher ein gutes Zeichen. Der kleinere deutsche Rivale Nordex hat den Marktführer zuletzt outperformt und bleibt auch für den AKTIONÄR erste Wahl. Vor den Zahlen am 25. Februar lesen Sie in der neuen Ausgabe 07/26, die hier zum Download bereitsteht.
Heute, 09:02