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18.08.2009 Sascha Grundmann

"Verkaufen Sie Ihre Aktien!"

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Der bekannte US-amerikanische Analyst, Investment-Guru und Buchautor Harry S. Dent sieht schwarz für den Aktienmarkt. Er glaubt an einen baldigen heftigen Einbruch an den Börsen rund um den Globus. Anlegern rät er sogar, alle ihre Aktien zu veräußern. Und Dent hat einige Argumente, die für seine These sprechen.

Harry S. Dents Prognosen haben es in sich. So sagte der US-Analyst den Boom des Jahres 2000 voraus. Und er war sich schon im Vorfeld sicher, dass die Immobilienblase platzen würde. Vor diesem Hintergrund ist es wenig erstaunlich, dass die Börsianer zurzeit aufhorchen, wenn Dent von einem baldigen Einbruch der Aktienmärkte und einer Verschärfung der Rezession spricht.

Im Interview mit dem AKTIONÄR (ab Mittwoch am Kiosk, hier bereits als E-Paper erhältlich) erklärt der Buch- und Börsenbriefautor Dent, warum er so pessimistisch ist und warum wir seiner Ansicht nach vor einer Depression stehen.

Dent mahnt die Anleger etwa: "Wir sehen zurzeit zwar eine Aktienrallye, aber keine, die sich fortsetzt." Er rät Anlegern sogar, alle ihre Aktien zu verkaufen. Dabei ist Dents Warnung keine Schwarzmalerei, die jeglichen Fundaments entbehren würde. Er stützt sich dabei auf die demographische Entwicklung, aus der er bereits in der Vergangenheit Prognosen ableitete - die später eintraten. Seine jüngste These begründet er mit der nachlassenden Kaufkraft der geburtenstärksten Generation: "Die Babyboomer haben in der Vergangenheit einen Aufschwung ausgelöst, doch der wird in diesem Jahrzehnt enden." Das veranlasst ihn zu der Ansicht, dass diverse Blasen, auf die er auch in seinem neuesten Buch "Depression voraus!" eingeht, gerade im Begriff sind zu platzen.

Doch selbst wenn Dents Aussichten eher düster sind - er macht auch Hoffnung. So stellt er sowohl im Interview mit dem AKTIONÄR als auch im Buch einen an die Depression anschließenden Boom in Aussicht, wie wir ihn lange nicht mehr gesehen haben: "Die Folge der Rezession wird ein Boom sein - ein Boom mit einer unglaublichen Wucht."

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