Verhandlungen zwischen Iran und USA gehen weiter, WTI‑Öl fällt unter 70 Dollar

Verhandlungen zwischen Iran und USA gehen weiter, WTI‑Öl fällt unter 70 Dollar
Foto: Stringer/Reuters
WTI Oil -%
Thorsten Küfner Heute, 07:09 Thorsten Küfner

Es geht weiterhin bergab mit den Ölpreisen. So ist der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI nun sogar wieder knapp unter die Marke von 70 Dollar gefallen. Denn an den Märkten geht man offenbar davon aus, dass es bald wieder eine Überversorgung mit Öl geben wird, sobald die Straße von Hormus wieder problemlos genutzt werden kann.

Zusammenfassung:

• WTI-Öl ist wieder unter 70 US-Dollar pro Barrel gefallen, da der Markt eine mögliche Überversorgung erwartet.

• Die USA und der Iran wollen ihre Gespräche in verschiedenen Arbeitsgruppen fortsetzen.

• Niedrigere Ölpreise könnten Unternehmen mit hohem Treibstoffverbrauch, etwa die Lufthansa, finanziell entlasten.


Und die Konfliktparteien arbeiten weiter an einer nachhaltigen Klärung der strittigen Fragen. So sollen die Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio in der kommenden Woche weitergehen. Nach seinem Kenntnisstand würden die technischen Gespräche am Montag oder Dienstag fortgeführt, sagte Rubio am Flughafen in Kuwait City. Er gehe davon aus, es werde erneut in der Schweiz verhandelt.

Die beiden Seiten hätten die Verhandlungen in verschiedene Arbeitsstränge aufgeteilt. Darin sollten die Gespräche nun weiterlaufen. Für die US-Seite würden etwa Fachleute für Nuklearenergie oder Sanktionen aus mehreren Ministerien teilnehmen.

Am Sonntag hatten sich Vertreter der USA, Irans und der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar zu Gesprächen in einem Luxusresort in der Nähe von Luzern getroffen. Pakistan sprach davon, dass im weiteren Wochenverlauf in kleineren Arbeitsgruppen weiterverhandelt werde.

Ende Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen, der nach einem in der vergangenen Woche unterzeichneten Rahmenabkommen nun endgültig beigelegt werden soll. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die endgültige Vereinbarung möglichst innerhalb von 60 Tagen zu erreichen.

WTI Oil (ISIN: XC0007924514)

Die Tatsache, dass die Ölpreise mittlerweile fast wieder auf dem Niveau vor Kriegsbeginn angekommen sind, spielt natürlich Unternehmen mit einem hohen Treibstoffbedarf voll in die Karten. Hierzu gehört beispielsweise die Lufthansa, auch wenn die deutsche Airline traditionell zu den Fluggesellschaften zählt, die sehr gut gegen Ölpreisschwankungen gehedgt sind. Mehr zur Aktie lesen Sie hier.

Enthält Material von dpa-AFX

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
WTI Oil - $

Aktuelle Ausgabe

Halbzeit an der Börse: So winken bis Jahresende 100 Prozent

Nr. 27/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.