Amphenol ist an der Börse kein Name für die Schlagzeilen. Doch ohne die Technik des US-Konzerns würde es in der modernen Welt – und darüber hinaus – still werden. Als einer der weltweit größten Spezialisten für Steckverbindungen, Sensoren und Glasfaserkabel ist das Unternehmen der „Enabler“ für Megatrends wie Künstliche Intelligenz, 5G und die Raumfahrt.
Die soeben vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal 2026 bestätigen den Erfolgskurs: Amphenol steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 7,62 Milliarden Dollar. Besonders beim bereinigten Gewinn je Aktie lieferte der Anbieter von Verbindungslösungen ab: Mit einem Sprung um satte 68 Prozent auf 1,06 Dollar übertraf das Unternehmen nicht nur die Markterwartungen der Analysten (Konsens: 1,05 Dollar), sondern schlug auch die eigene Guidance von 0,91 bis 0,93 Dollar.
Die Anleger und Investoren reagieren begeistert auf die Nachrichten und schicken die Aktie am Mittwoch um neun Prozent nach oben.
Ein wichtiger Treiber war die erfolgreiche Integration der für 10,5 Milliarden Dollar vom Netzwerkunternehmen CommScope übernommenen Sparte „Connectivity and Cable Solutions“. Mit diesem Zukauf verstärkt sich der Amphenol gezielt in den Bereichen Glasfaser-Infrastruktur und Kabelsysteme.
CEO Adam Norwitt betonte, dass Ampehnol trotz eines komplexen Marktumfelds neue Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn erzielt habe. Er führt diese Stärke vor allem auf die hohe Dynamik im IT- und Datacom-Markt sowie in der Luft- und Raumfahrt zurück. Besonders der Hunger nach KI-Anwendungen und der damit verbundene Ausbau der Infrastruktur treibe die Nachfrage nach den spezialisierten Lösungen voran.
Für das zweite Quartal zeigt sich das Management optimistisch: Erwartet wird ein Umsatz zwischen 8,1 und 8,2 Milliarden Dollar, was Zuwächsen von 43 respektive 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt der Konzern eine Spanne von 1,14 bis 1,16 Dollar an, was einer Steigerung von 41 respektive 43 Prozent zum Vorjahresquartal entsprechen würde.
Unverzichtbarer Hardware-Lieferant
Besonders spannend ist die Rolle von Amphenol für Anleger, die auf das Thema Space setzen wollen. Das Unternehmen ist kein spekulativer New-Space-Wert, sondern ein unverzichtbarer High-Tech-Zulieferer. In der Raumfahrt, wo Verbindungen extremen Belastungen standhalten müssen, ist die Hardware des Konzerns gesetzt.
Die Artemis-Missionen, der kommerzielle Weltraumtourismus und der bevorstehende SpaceX-Börsengang beflügeln aktuell die Branchenstimmung. Amphenol ist ein direkter Profiteur dieses neuen Wettlaufs zum Mond und daher mit einer Gewichtung von rund 15 Prozent die größte Position im Weltraum Index von DER AKTIONÄR. Wer nicht auf einen einzigen Akteur setzen, sondern breit gestreut vom Potenzial der Branche profitieren will, findet hier eine passende Investmentlösung. Im einem aktuellen Aktien-Duell zeigt DER AKTIONÄR zudem, welche Titel für ein fokussiertes Weltraum-Depot derzeit das größte Zusatzpotenzial bieten.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 15:10