Der große DAX-Check – 40 Aktien, 40 Tipps mit Biss
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20.01.2022 Michael Schröder

Varta-Aktie: Können die Bullen das Verkaufssignal kontern?

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Varta

Mit dem Unterschreiten der massiven Unterstützungszone zwischen 99 und 105 Euro hat die Varta-Aktie ein frisches Verkaufssignal generiert. Im Tief rutschte der Kurs auf 95,10 Euro ab. Im weiteren Verlauf konnte sich die Aktie zwar stabilisieren. Mehr als ein Schlusskurs bei 96,52 Euro war allerdings nicht drin. Und jetzt?

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Die nächste charttechnische Unterstützung für die Varta-Aktie wartet im Bereich des Verlaufstiefs aus dem Juni 2020 um 90 Euro. Abgesehen von kleineren horizontalen Auffanglinien im Bereich um 70 Euro wäre danach aus technischer Sicht Luft bis zum Corona- Crash-Tief bei 50,30 Euro.

Neuigkeiten sind Mangelware – sowohl vom Unternehmen, als auch von Seiten der Analysten. Zu den größten Pessimisten gehört weiterhin Stifel-Analyst Florian Pfeilschifter, der die Aktie erst bei 76 Euro fair bewertet sieht. Das größte Potenzial räumt mit 140 Euro Jose Asumendi von JP Morgan dem Titel ein. Das durchschnittliche Kursziel aller Experten beträgt 103,50 Euro.

Frische Zahlen für das abgelaufene Jahr gibt es offiziell erst Ende März. Zur Erinnerung: Der verzögerte Start von neuen Kundenprojekten führte zu einem verringerten Umsatzwachstum. Für 2021 rechnet Varta daher nun mit einem Umsatzanstieg um 3,5 Prozent auf 900 Millionen Euro statt auf 940 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge soll unverändert bei rund 30 Prozent liegen.

Doch die mittel- und langfristigen Aussichten sind unverändert gut: Im Gespräch mit dem AKTIONÄR zeigte Vorstand Herbert Schein zuletzt auf, wie der Konzern als treibende Kraft bei den kleinen Knopfzellen für Hörgeräte und kabellose Kopfhörer in Zukunft auch die Autobranche unter Strom setzen will. Der Plan steht, braucht aber Zeit.

Varta (WKN: A0TGJ5)

Kurzfristig ist die Aktie zwar angeschlagen. Eine schnelle Rückeroberung der ehemaligen Unterstützungszone scheint allerdings nicht ausgeschlossen. Anleger mit Weitblick können den Rücksetzer daher nutzen, um einen ersten Fuß in die Tür zu stellen. DER AKTIONÄR bleibt am Ball.

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