18.01.2017 Nikolas Kessler

Update: Netflix vor den Zahlen – die Spannung steigt

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Heute Abend (18. Januar) nach US-Börsenschluss wird Netflix die Zwischenbilanz für das vierte Quartal präsentieren. Nachdem die Aktie zuletzt kräftig gestiegen und am Freitag auf einem neuen Allzeithoch aus dem Handel gegangen ist, steigt kurz vor den Zahlen die Nervosität.

Wie in den Vorquartalen wird der Fokus stark auf der Entwicklung der Nutzerzahlen liegen. Nach dem überraschend kräftigen Anstieg im dritten Quartal hat Netflix für das Schlussquartal einen Zuwachs von weltweit 5,2 Millionen Nutzern in Aussicht gestellt. Bei einem Großteil davon (3,75 Millionen) soll es sich um internationale Zuschauer außerhalb der USA handeln.

Verdoppelung beim Gewinn?

Auch bei den Finanzkennzahlen rechnen die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten mit teils deutlichen Zuwächsen. Beim Gewinn pro Aktie wird im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Schnitt eine Verdoppelung von 0,07 auf rund 0,14 Dollar erwartet. Beim Umsatz rechnen die Experten mit einer 35-prozentigen Steigerung von 1,82 Milliarden auf 2,47 Milliarden Dollar.

Wichtig wird darüber hinaus, wie sich das Unternehmen bezüglich der Aussichten für das laufende erste Quartal und das Gesamtjahr 2017 äußert. Vor allem in Q1 liegt die Latte bei den Neukundenzahlen hoch: Zu Beginn des Jahres 2016 war Netflix in 130 Ländern an den Start gegangen, was der Streaming-Plattform zwischen Januar und März einen Zuwachs von insgesamt 6,7 Millionen Abonnenten beschert hat.

Analystenstimmen geben Rückenwind

Positive Analystenkommentare haben die Aktie im Vorfeld der Zahlen unterstützt. In der Vorwoche hat JPMorgan das „Overweight“-Rating bestätigt und Netflix zu einem der Top-Picks für das Jahr 2017 erklärt.

Vor dem Wochenende hat außerdem Netflix-Bär Bryan Kraft von der Deutschen Bank seine Verkaufsempfehlung gestrichen und die Aktie auf „Hold“ hochgestuft. Zwar halte er die Bewertung von Netflix nach wie für aggressiv, er rechne bei den Q4-Zahlen jedoch mit einer positiven Überraschung – speziell bei den Nutzerzahlen.

Die Spannung steigt

Die Netflix-Aktie ist daraufhin bei 133,70 Dollar auf einem neuen Rekordhoch ins Wochenende gegangen. Kurz vor Bekanntgabe der Zahlen steigt bei den Anlegern jedoch die Nervosität, einige nehmen erste Gewinne mit. Die Aktie notiert jedoch nach wie vor deutlich oberhalb der 130-Dollar-Marke und nur knapp unter dem Allzeithoch.

Grundsätzlich sieht der AKTIONÄR bei Netflix noch deutlich Luft nach oben und traut dem Kurs im Zuge der Zahlen einen Ausbruch über das Allzeithoch zu. Anleger sollten aber im Hinterkopf behalten, dass die Aktie in der Vergangenheit bisweilen recht volatil auf Quartalszahlen reagiert hat. Ein Stopp bei 94 Euro sichert die Position ab.


Gibt es in Zukunft noch Banken?

 
Autor: Brett King
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.