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Übernahme‑Fieber: Bill Ackman greift nach Universal Music

Übernahme‑Fieber: Bill Ackman greift nach Universal Music
Foto: Getty Images
Universal Music Group N.V. -%
Jan-Paul Fóri Heute, 11:16 Jan-Paul Fóri

Paukenschlag im Entertainment-Sektor: Hedgefondsmanager Bill Ackman will den Medienriesen Universal Music Group (UMG) kaufen. Nachdem zuletzt Netflix ein Auge auf Warner Bros. Discovery geworfen hatte, ist das Angebot von Ackman der nächste Beweis für das Übernahmefieber in der Branche. Das sollten Anleger jetzt zum Übernahmeangebot von UMG wissen.

Ackmans Hedgefonds Pershing Square hat am Dienstagmorgen ein Übernahmeangebot für Universal Music Group im Gesamtwert von rund 55,8 Milliarden Euro vorgelegt. Je Aktie bietet Ackman demnach 30,40 Euro, was einer Prämie von 78 Prozent auf den Schlusskurs vom 2. April entspricht. Das Übernahmeangebot besteht aus zwei Komponenten: einer Barzahlung von 5,05 Euro je Aktie sowie zusätzlich 0,77 Anteilen an einer neu zu schaffenden Gesellschaft je UMG-Aktie. Der Anteil der neu zu schaffenden Gesellschaft wird demnach mit einem Wert von 25,35 Euro beziffert.

Universal Music Group (WKN: A3C291)

An der Börse reagieren Anleger erfreut auf die Nachricht: Die an der Amsterdamer Börse notierte UMG-Aktie gewinnt am Dienstagvormittag zeitweise rund 24 Prozent. Zuletzt stand noch ein Plus von rund 13 Prozent auf 19,31 Euro zu Buche. Der deutliche Abschlag zum Übernahmepreis von 30,40 Euro erklärt sich durch die Skepsis der Anleger gegenüber der Bewertung der neu zu gründenden Gesellschaft. Deren Anteil wird mit 25,35 Euro veranschlagt, was rund 83 Prozent des Gesamtangebots entspricht und damit etwa dem Fünffachen der Bar-Komponente.

Darum will Ackman UMG kaufen

Hinter dem Übernahmeplan von Ackman steckt Kalkül. Nach Ansicht des US-Investors bewertet der Markt den Konzern aktuell falsch. Operativ laufe es rund, CEO Lucian Grainge habe ein erstklassiges Künstlerportfolio aufgebaut und das Geschäft erfolgreich weiterentwickelt. Zu den bekannten Namen, die dem Label angehören zählen etwa Taylor Swift oder Lady Gaga.

Um die Bewertung zu steigern, strebt Ackman ein Listing in den USA an. Dieses würde seiner Ansicht nach den Zugang zu institutionellen Investoren massiv erleichtern, die Liquidität erhöhen und die Chancen auf eine Aufnahme in wichtige Indizes verbessern. All das könnte die Aktie aus ihrer bisherigen Bewertungsspanne lösen.

Die Aktie der Universal Music Group ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Wer dennoch investiert ist, kann auf die Übernahme setzen. Ein Neueinstieg drängt sich jedoch nach dem aktuellen Kenntnisstand nicht auf. 

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