13.05.2019 Benedikt Kaufmann

Uber-IPO mit neuem Negativ-Rekord

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UBER TECH.
Trendthema

Uber verliert am ersten Handelstag rund 7,6 Prozent. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 51,57 Dollar und damit unter dem Ausgabepreis von 45 Dollar. Voriges Jahr wurde Uber noch 120 Milliarden zugetraut. Aktuelle Bewertung: 76 Milliarden. Damit gelingt es Uber einen traurigen Rekord zu erzielen.

Schwache Performance im schwachen Gesamtmarkt

Angesichts der schlechten Stimmung am Markt hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Nachfrage verhalten sein dürfte. Für Skepsis sorgte auch Ubers kleinerer Rivale Lyft, der im März an die Börse ging. Die Aktien des Konkurrenten fielen seit dem IPO um 29 Prozent.

Dabei war es durchaus ein großes Spektakel an der Wall Street: Die New Yorker Börse empfing Uber mit einem riesigen Firmenbanner, der Andrang im Finanzdistrikt war groß. Kein Wunder: Monatelang hatten die Finanzmärkte auf den Börsengang des Jahres hingefiebert.

Dennoch reiht sich Uber in die unrühmliche Reihe an Startups ein, die vor dem Börsengang mit über zehn Milliarden Dollar bewertet waren, aber am ersten Handelstag Kursverluste verkraften mussten.

Negativ-Rekord

Damit performt Uber zwar nicht so schlecht, wie die Logistik-Firma ZTO, die am Tag des Börsengangs rund 15 Prozent verloren. Für einen neuen Negativ-Rekord reichte es dennoch: Satte 617 Millionen Dollar verloren Uber-Investoren am Tag des IPOs. Der nächstgrößere Kapitalvernichter am Tag des IPO war Genuity, ein Spin-Off von Verizon im Jahr 2000, mit 277 Millionen Dollar.

DER AKTIONÄR rät unverändert: Abstand halten von Uber-Aktien.

Mit Material von dpaAFX