Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
Foto: TUI
28.04.2021 Carsten Kaletta

TUI: Was läuft da mit Trivago?

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TUI

TUI macht beim wichtigen Thema "Digitalisierung" zunehmend ernst. So verkauft der Reisekonzern jetzt auch Touren und Aktivitäten über das Online-Reiseportal Trivago. Eine ähnliche Kooperation hat die Tochter TUI-Musement bereits vor einiger Zeit mit dem Dienstleister Booking.com geschlossen. Die TUI-Aktie gehört auch heute wieder zu den Gewinnern.

Hintergrund: Bereits vor der Corona-Pandemie hatte TUI mit dem Kauf der Aktivitäten-Vermarktungsplattform Musement unterstrichen, dass man an den Einnahmen durch die Aktivitäten von Kunden am Urlaubsort künftig stärker partizipieren will. Der Markt galt mit einem geschätzten weltweiten Volumen von rund 170 Milliarden Euro vor Beginn der Krise als großer Hoffnungsträger. Experten glauben, dass dieses Geschäft nach der Pandemie wieder schnell Fahrt aufnehmen wird.

Aktivitäten, Touren und Freizeiten mehr denn je gefragt

Die Bedeutung dieses Segments ist hoch, wie Frank Schäfer von Accenture gegenüber dem Handelsblatt erklärte: "Die Menschen wollen ein individuelles Reiseerlebnis. Das, was die Branche allgemein als 'Destination Services' bezeichnet, ist eine Möglichkeit für die Reiseunternehmen, aus einer Pauschalreise eine Art Individualreise zu machen", sagte er. Dieses Geschäft habe höhere Margen als die anderen Bereiche und werde stark wachsen.

Für TUI hat eine starke Präsenz im Geschäft mit den Ausflügen vor Ort gleich mehrere Vorteile. Das Unternehmen bekommt auf diese Weise Zugang zu Kunden, die ihre Reise bisher nicht bei den Hannoveranern gebucht haben. Auch sind die Unternehmungen vor Ort wichtig für die Treue der Kunden. „Es ist bewiesen, dass diejenigen, die etwas erleben, loyaler sind, also wiederkommen“, sagte TUI-Musement-Chef David Schelp dem Handelsblatt.

Die TUI-Aktie kann am Mittwoch weitere Kursgewinne verbuchen und notiert bei 5,11 Euro. Damit setzt sich der jüngste Aufwärtstrend fort.

TUI (WKN: TUAG00)

TUI geht den richtigen Weg. Die Hannoveraner werden zunehmend "digitaler" und versuchen zudem, margenstarke Geschäftsfelder zukünftig stärker auszuschöpfen. Auch das charttechnische Bild macht Laune. Kurzum: Anleger lassen die Gewinne laufen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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