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08.07.2020 Carsten Kaletta

TUI: Hapag Lloyd geht, verschwindet aber nicht...

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TUI

Tui kämpft mit allen Mitteln gegen die Corona-Pandemie. Einen harten Sparkurs hat sich der Reiseveranstalter bereits verordnet, in der Hotelsparte soll die Anzahl der eigenen Häuser reduziert werden, und auch das Thema „Partner-an-Bord-holen“ steht ganz oben auf der Agenda. Heute melden die Hannoveraner, dass der Verkauf einer "Tochter" erfolgreich über die Bühne gebracht wurde. Die Aktie kann davon indes nicht profitieren.

Konkret: TUI hat ihre Tochter Hapag-Lloyd Cruises an TUI Cruises abgegeben. TUI Cruises ist ein Joint-Venture von TUI und der Royal Caribbean Group. Der Deal war allerdings bekannt –die Transaktion hatte der Touristik-Konzern bereits im Februar angekündigt.

1,2 Milliarden Euro sollen der Verkauf nach Angaben in die Kassen des weltweit größten Reisekonzerns spülen. „Die Übertragung der einzelnen Hapag-Lloyd Cruises Schiffe auf das Gemeinschaftsunternehmen wird in den kommenden Tagen abgeschlossen sein”, heißt es vonseiten der Hannoveraner.


Die Meldung über die Finalisierung der Transaktion überträgt sich nicht - zumindest positiv -  auf die Aktie. Im Gegenteil: Das Papier verliert aktuell und kämpft mit der psychologisch wichtigen Vier-Euro-Marke. Charttechnisch wäre darunter noch bei 3,94 Euro eine schwache Unterstützung. Nach oben müsste der Bereich um 4,30 überwunden, damit sich das Bild technisch wieder aufhellt.

TUI (WKN: TUAG00)

TUI versucht alles, um der Krise zu trotzen. Dennoch bestehen große Unsicherheiten angesichts der andauernden Corona-Pandemie hinsichtlich der weiteren geschäftlichen Entwicklung. Die Aktie ist derzeit kein Kauf – höchstens Trader können ihr Glück versuchen und auf kurzfristige Bewegungen spekulieren.


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