21.11.2019 Thorsten Küfner

TUI: Die nächste gute Nachricht!

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TUI
Trendthema

Es läuft derzeit weiterhin rund beim größten Touristikkonzern Europas. Zwar ist der Aktienkurs im Zuge von Gewinnmitnahmen an den vergangenen beiden Handelstagen wieder etwas unter Druck gekommen. Doch Grund zur Sorge besteht nicht, zumal das Unternehmen nun bei einem wichtigen Thema einen Teilerfolg verbuchen konnte.

Denn nun ist beim Ferienflieger Tuifly der Weg für den Aufbau eines Langstrecken-Netzes aus Deutschland nach Einschätzung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) so gut wie frei. Dies verlautete am Mittwoch aus Kreisen der zuständigen Tarifkommission der VC. Am Morgen sei nach langen Verhandlungen und mit Hilfe eines Schlichters der Durchbruch gelungen.

In den vergangenen Wochen waren die Pläne für ein mögliches eigenes Langstrecken-Angebot von Tuifly zunächst ins Stocken geraten. Die diskutierten Kostensenkungen und Mehrarbeit, mit denen Investitionen in größere Maschinen ausgeglichen werden könnten, stießen bei der Tarifkommission der Piloten auf Skepsis.

Noch kein Statement von TUI

Das Unternehmen äußerte sich hierzu zunächst nicht. Tuifly hatte zuvor von einem "laufenden Prozess" gesprochen, der selbst im Fall einer Einigung mit den Piloten allerdings noch mit weiteren Konzerngremien abgestimmt werden müsse.

Nach der Insolvenz des TUI-Rivalen Thomas Cook im September sortieren sich große Teile der Tourismusbranche in Europa neu. Die bisher zum Thomas-Cook-Konzern gehörende deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erhielt eine staatliche Bürgschaft für einen Überbrückungskredit und soll gerettet werden.

TUI (WKN: TUAG00)

Durch den Aufbau eines Langstreckennetzes könnte TUIs Marktmacht weiter wachsen. Die Aussichten für den Touristikriesen bleiben gut. Da die Aktie zudem nach wie vor günstig bewertet und das Chartbild aussichtsreich ist, können mutige Anleger weiterhin zugreifen (Stopp: 9,20 Euro). 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)