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05.08.2021 Carsten Kaletta

TUI: Das Problem mit der Liste...

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TUI

TUI muss nach wie vor mit den Corona-bedingten Unsicherheiten umgehen. So hat der englische Unternehmenszweig weitere Reisen bis Ende Oktober gestrichen – darunter auch eine Reihe von Zielen auf der Grünen Liste. Der Touristik-Konzern war gezwungen, viele seiner Flüge über den Sommer zu stornieren, weil die Reisebestimmungen zu unsicher geworden sind. Immerhin zeigt sich die Aktie stabil.

Konkret werden Reisen in bestimmte Regionen Italiens (Sardinien, Sizilien und Kalabrien), Girona (Spanien), Malta, Kvarner Bucht (Kroarien), Los Cabos (Mexiko) bis Ende Oktober gecancelt, wie die Online-Ausgabe The Sun berichtet. Flugreisen und Reisen mit Unterkunft nach Ägypten, Tunesien, Kap Verde, Kuba, Costa Rica, in die Dominikanische Republik und nach Puerto Valla in Mexiko werden ebenfalls bis zum 4. September abgesagt.

Und Reiseziele auf der Roten Liste, darunter die Türkei, die Malediven und die Vereinigten Arabischen Emirate (einschließlich Dubai), sind bis zum 15. August storniert, wobei diese Frist wahrscheinlich verlängert wird. TUI bestätigte zudem, dass man keine Reisen zu Zielen der Roten Liste oder zu Zielen, die bei der Ankunft eine Quarantäne erfordern, anbietet. Das Ampelsystem (Rot, Gelb, Grün) hatte England eingeführt, um eine Länder-Risiko-Klassifizierung vorzunehmen.

Die TUI-Aktie zeigt sich davon am Donnerstag unbeeindruckt und pendelt um ihren Vortagesschluss bei 3,83 Euro.

TUI (WKN: TUAG00)

Corona und die Delta-Variante bestimmen wieder verstärkt das Geschehen. Gestrichene Reisen sind die logische Folge. Absagen werden allerdings dann erst zu einem Problem beziehungsweise Umsatzverlust, wenn der Kunde nicht zu einer Umbuchung (andere Destination) bereit ist. Wie die aktuelle Lage aussieht, wird TUI am 12. August verkünden. Dann veröffentlicht der Touristik-Konzern seine Q3-Zahlen.

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