Mega‑Boom‑Aktien: Früh dran sein, Chancen nutzen!
10.08.2020 Carsten Kaletta

TUI: Noch drei Tage

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TUI

Die Aktie des Reiseveranstalters TUI konnte in der vergangenen Woche weiter an Boden gutmachen. Auch zum Start der neuen Handelswoche setzt sich dieser Trend fort. Allerdings steht auch die Veröffentlichung der Quartalszahlen kurz bevor. Diese werden zeigen, wie stark TUI tatsächlich vom Deutschland-Tourismus profitiert. 

Die Deutschen sind bekanntlich „Reiseweltmeltmeister". Und so haben viele Menschen die Ferien im Inland verbracht – oder verbringen sie noch in heimischen Gefilden. Dennoch kann der Deutschland-Tourismus die Einbrüche durch die Corona-Krise nach Einschätzung des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) nicht aufholen.

"Von einem Boom im Deutschland-Tourismus wird man in diesem Jahr unter dem Strich kaum sprechen können. Dazu waren die Verluste während des Lockdowns zu groß", sagte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz. Urlauber müssen in besonders beliebten Regionen für Übernachtungen bis zu maximal 10 Prozent tiefer in die Tasche greifen, so Kunz. Besonders gefragt sind nach seinen Angaben aktuell die Nord- und Ostsee sowie die Voralpen.

Ob die gestiegene Nachfrage nach inländischen Destinationen zu höheren Preisen auch TUI spürbar geholfen hat, ist jedoch fraglich. Das Problem: Beim Inlands-Tourismus buchen die Reisenden den Urlaub oft in Eigenregie – also ohne Einschaltung eines Veranstalters. Wie sehr also der Deutschland-Tourismus TUI aus der „Corona-Patsche“ hilft beziehungsweise geholfen hat, wird am kommenden Donnerstag sichtbar. Dann präsentiert der weltweit größte Reiseveranstalter seine Zahlen für das dritte Quartal.

TUI (WKN: TUAG00)

Zum Start in die neue Handelswoche kann die Aktie ihre jüngste Aufwärtsbewegung fortsetzen und notiert leicht im Plus. Gelingt ein nachhaltiger Sprung über die Vier-Euro-Marke hellt sich das Chartbild aus technischer Sicht weiter auf.

TUI ist aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin in sehr schwierigem Fahrwasser. Anleger machen derzeit besser einen Bogen um die Aktie und positionieren sich weder auf der Long- noch auf der Shortseite.