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Trump droht EU mit "viel höheren" Zöllen – Frist bis zum 4. Juli

Trump droht EU mit
Foto: Newscom/WILL OLIVER/picture alliance/dpa
Volkswagen AG ZC 09/PERP -%
Thorsten Küfner 07.05.2026, 21:51 Thorsten Küfner

Über einen relativ langen Zeitraum herrschte Ruhe an der Zollfront. US-Präsident Donald Trump war eher mit anderen Themen beschäftigt. Doch nun lebt dieses leidige Thema erneut auf. So hat Trump der Europäischen Union nun eine konkrete Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung gesetzt.

Sollte die EU nicht bis zum US-Geburtstag am 4. Juli ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle "leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der Präsident habe "geduldig gewartet", dass die EU ihren Teil des Handelsabkommens erfülle. "Es wurde versprochen, dass die EU ihren Teil des Abkommens erfüllen und gemäß der Vereinbarung ihre Zölle auf NULL senken würde!". Der neuesten Drohung Trumps war nach eigenen Angaben ein "sehr gutes Gespräch" mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorangegangen.

Vergangene Woche hatte Trump der EU bereits vorgeworfen, sich nicht vollständig an den ausgehandelten Zolldeal zu halten. Als Reaktion kündigte er an, bereits diese Woche die Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Solche Zollerhöhungen würden vor allem Deutschland treffen.

In seinem Post ging Trump nun nicht näher darauf ein, welche Zölle er ab dem Sommer erhöhen wolle, sollte das Handelsabkommen bis dahin nicht ratifiziert sein. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Weißen Haus, ob die jüngst angedrohte Erhöhung von Zöllen auf Importe von Autos und Lastwagen nun bis zu der neuen Frist vom Tisch sei, blieb zunächst unbeantwortet.

Im August 2025 hatten sich Trump und von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern. Im Rahmen des Handelsabkommens von August gilt laut US-Bundesregister für Autos, leichte Lastwagen und Autoteile, die aus der EU in die USA importiert werden, die 15-Prozent-Zollobergrenze. Mittelschwere und schwere Lastwagen werden allgemein mit 25 Prozent verzollt.

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen.

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Es dürfte spannend werden, ob die EU bis zum 4. Juli einen Deal mit der US-Regierung hinbekommen wird oder ob womöglich Trump selbst wieder einen Rückzieher macht. Jedenfalls wären höhere Zölle natürlich Gift für exportstarke Firmen wie beispielsweise Volkswagen. Wie Anleger beim DAX-Titel konkret handeln sollten, erfahren Sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen.

Enthält Material von dpa-AFX

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