07.01.2019 Nikolas Kessler

Top-Gewinner Wirecard gibt in China Gas

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Wirecard
Trendthema

Die Aktie von Wirecard startet am Montag als größter DAX-Gewinner in den Handel und knüpft damit an die starke Performance vom vergangenen Freitag an. Für Rückenwind sorgt dabei eine vielversprechende Partnerschaft mit dem chinesischen Reise-Riesen Ctrip. DER AKTIONÄR setzt mit dem „Trading-Tipp des Tages“ auf eine kräftige Kursbewegung.

Wie die Unternehmen mitteilten, wollen Wirecard und Ctrip gemeinsam eine Multiwährungs-Visa-Karte ausgeben. Im Visier haben die beiden Unternehmen dabei die 110 Millionen monatliche aktiven Nutzer von Ctrip in China, welche die Plattform zum größten Online-Reiseveranstalter des Landes machen.

Besonderheit der neuen Karten: Sie können mit sieben der geläufigsten Währungen aufgeladen werden, wodurch im Ausland keine Umrechnung mehr erforderlich ist. Zudem wird der Bedarf an Bargeld auf Reisen reduziert und der Trend zum digitalen bargeldlosen Bezahlen gefördert. Unterstützt werden Australische Dollar, Britische Pfund, Euro, Hongkong-Dollar, Singapur-Dollar, US-Dollar und Yen.

Mit dieser Auswahl richten sich Wirecard und Ctrip speziell an chinesische Touristen und Geschäftsreisende – ein Milliardenmarkt: Statistiken der Staatlichen Tourismusverwaltung der Volksrepublik zufolge wurden im Jahr 2017 rund 131 Millionen Auslandsreisen gebucht, diese Zahl soll bis 2020 auf 200 Millionen ansteigen. Hierzulande profitiert Wirecard dank Partnerschaften mit den chinesischen Payment-Diensten Alipay und WeChat Pay von der Reise- und Kauflust der Chinesen.

„Trading-Tipp“ gibt Gas

Bereits am Freitag hat die Wirecard-Aktie fast fünf Prozent zugelegt, nachdem sie am Donnerstag im allgemeinen Sog der Technologiewerte zunächst ebenso viel verloren hatte. Auch am heutigen Montag geht es um rund zwei Prozent bergauf. In Anbetracht der hohen Volatilität kommen bei Wirecard derzeit vor allem Trader auf ihre Kosten – siehe dazu den heutige „Trading-Tipp des Tages“ bei DER AKTIONÄR TV. Längerfristig orientierte Anleger sollten dagegen den Sprung über die 200-Tage-Linie und das damit verbundene Kaufsignal im Chart abwarten.