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28.05.2020 Pierre Kiren

Tomra-Aktie unter Druck: Was ist da los?

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Tomra

Die Investmentgesellschaft AB Latour hat Teile ihres Aktienpakets an der Tomra Systems verkauft. Latour ist seit 2011 größter Einzelaktionärs des Sammel- und Sortierspezialisten und hielt insgesamt 39 Millionen Aktien, was mehr als ein Viertel aller ausstehenden Aktien an Tomra ausmachte. Insgesamt wurden 7,8 Millionen Aktien für 330 Norwegische Kronen abgestoßen.

Nach dem Aktienverkauf wird Latour 31,2 Millionen Aktien von Tomra halten, was 21,1 Prozent der ausstehenden Tomra-Aktien entspricht. Die Investmentgesellschaft bleibt somit größter Einzelaktionär.

"Latour ist seit 2011 der größte Anteilseigner von Tomra, und wir haben einen starken Wachstumskurs eingeschlagen. Mit Blick auf die Zukunft ist Tomra für eine grünere und nachhaltigere Gesellschaft sehr gut positioniert. Durch die Realisierung eines kleinen Teils des Wertzuwachses wird Latour finanzielle Mittel für neue Investitionen freisetzen. Latour wird weiterhin als Hauptaktionär von Tomra agieren und die langfristige Strategie von Tomra wie bisher voll unterstützen", begründete Johan Hjertonsson, CEO von Latour, den Verkauf der Anteile.

Tomra (WKN: 872535)

Die Tomra-Aktie verliert nach dem Latour-Verkauf knapp sieben Prozent an der Heimatbörse in Oslo. Das sollten Anleger jedoch nicht überbewerten. Latour bleibt schließlich als Investor an Bord. Auch operativ läuft es weiter rund bei den Norwegern, die jüngsten Quartalszahlen haben gezeigt, dass Tomra sogar in Zeiten der Coronakrise auf dem Wachstumspfad bleiben kann. Die Aktie bleibt bei Schwäche kaufenswert.