Im Kaufrausch: Aktien und Rohstoffe
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06.05.2019 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp im freien Fall – droht jetzt der große Knall?

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ThyssenKrupp

Im schwachen Marktumfeld muss die Aktie von ThyssenKrupp zu Wochenbeginn erneut kräftig Federn lassen. Neben der drohenden Eskalation im Handelsstreit belastet vor allem auch die Angst, dass die lange geplante Stahlfusion mit Tata Steel noch platzen könnte. Die Anzeichen für ein Scheitern des Deals mehren sich.

Unter Berufung auf Insider hat die Financial Times berichtet, dass die Stahlhochzeit am Veto der EU-Kommission scheitern könnte, wenn ThyssenKrupp und Tata keine größeren Zugeständnisse mehr machen. Die Befürchtung der Wettbewerbshüter: Durch die Fusion könnten die Stahlpreise in verschiedenen Bereichen steigen.

Betroffen seien vor allem die Autoindustrie, beschichteter Stahl für Verpackungen und elektrische Erzeugnisse wie Transformatoren. Noch laufen die Gespräche mit der EU aber. Ein verbessertes Angebot mit weiteren Zugeständnissen, um die Kommission zu überzeugen, ist weiter möglich.

Ursprüngliches Potenzial der Stahlfusion

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Vestager als harter Gegner

Laut Experten ist eine Konsolidierung in der Stahlbranche zwar unumgänglich, um Überkapazitäten, Billigimporten und US-Zöllen zu begegnen. Dennoch scheint die EU um Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager davon überzeugt zu sein, dass die Konzentration im Sektor bereits hoch genug ist. Zuletzt musste bereits der Weltmarktführer ArcelorMittal bei der Ilva-Übernahme deutliche Zugeständnisse machen.

Vestager hat in diesem Jahr zudem bereits unter Beweis gestellt, dass sie mit harten Bandagen kämpft. So ist bereits die Zugfusion von Siemens und Alstom am Veto der Kommission gescheitert. Beide Unternehmen hatten damals weitere Zugeständnisse abgelehnt, um die industrielle Logik des Deals nicht zu gefährden. Dieses Problem könnte nun auch bei ThyssenKrupp und Tata Steel zum Scheitern führen.

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Watchlist!

Ein Scheitern der Stahlfusion könnte die ThyssenKrupp-Aktie noch einmal belasten. Am Montag ist der DAX-Titel ohnehin bereits auf ein neues Mehrjahrestief gefallen. Anleger sollten deshalb vorerst noch nicht ins fallende Messer greifen. Die Bewertung ist allerdings inzwischen derart niedrig, dass ein Boden bald gefunden werden dürfte. Die Aktie bleibt trotz der schwachen Verfassung auf der Watchlist.

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