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25.01.2016 Nikolas Kessler

ThyssenKrupp: China-Hoffnung und Analystenstimmen stützen

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ThyssenKrupp

Die Aktie von ThyssenKrupp stemmt sich am Montag gegen den schwachen Gesamtmarkt. Unterstützt von positiven Analystenkommentaren und der Hoffnung auf Kapazitätskürzungen der chinesischen Stahl-Branche kann das Papier moderat Prozent zulegen.

Einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge will das Land seine Kapazitäten für die Produktion von Rohstahl um 100 bis 150 Millionen Tonnen kürzen. Der chinesische Premier Li Keqiang habe die Notwendigkeit der Maßnahmen im Zuge der wirtschaftlichen Restrukturierung im Land hervorgehoben. Einen Zeitpunkt habe er aber nicht genannt.

Vor allem die europäischen Stahlproduzenten leiden seit längerem unter dem Preisverfall als Folge des Überangebots auf dem Stahl-Markt. Sie werfen den chinesischen Konkurrenten Preis-Dumping vor und fordern Schutzmaßnahmen von der EU.

Deutsche Bank und Warburg sagen „Buy“

Derweil hat die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für dieThyssenKrupp-Aktie mit einem Kursziel von 24 Euro bestätigt. Zwar dürfte das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) im ersten Quartal gesunken sein, schrieb Analyst Bastian Synagowitz. Nach dem starken Kursrückgang sei die Aktie aber attraktiv bewertet – das Stahlgeschäft gebe es quasi umsonst. Industriekonzern wird am 12. Februar seine Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 vorlegen.

Auch das Analysehaus Warburg Research hat das „Buy“-Rating bestätigt und den fairen Wert bei 25 Euro belassen. Es sei ermutigend, dass Unternehmenschef Heinrich Hiesinger in einem Interview mit der Euro am Sonntag den Jahresausblick bestätigt habe, schrieb Analyst Björn Voss. Andere Aussagen wie etwa zu den erwarteten Verbesserungen an den Werkstoffmärkten in der zweiten Jahreshälfte seien aber nicht neu.

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Kein Kauf

Auch wenn sich die ThyssenKrupp-Aktie am Montag etwas erholen kann – das Chartbild bleibt äußerst schwach. Hinzu kommen die operativen Herausforderungen. DER AKTIONÄR rät den Anlegern daher, weiterhin an der Seitenlinie zu bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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