SpaceX legt seine Zahlen für das dritte Quartal am Dienstag nach US-Börsenschluss vor. Analysten erwarten 12,9 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 15 Cent. Im Mittelpunkt steht, ob das KI-Geschäft die enormen Investitionen rechtfertigt. Bernstein Research legt vor: Kursziel 248 Dollar.
Die Wall Street erwartet im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 12,9 Milliarden Dollar, 1,88 Milliarden Dollar Nettogewinn und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 15 Cent.
Der wichtigste Wachstumstreiber dürfte die KI-Sparte sein: Für sie werden 6,3 Milliarden Dollar Umsatz erwartet – mehr als für die Satellitenkommunikation mit 4,86 Milliarden Dollar. Doch SpaceX plant zugleich Investitionen von 19,6 Milliarden Dollar, davon 16,9 Milliarden in KI. Anleger dürften deshalb weniger auf den Umsatz allein als auf Auslastung, Profitabilität und den weiteren Finanzierungsbedarf der Rechenzentren achten.
Starlink bleibt der zweite zentrale Prüfstein. Der Konsens erwartet 14,2 Millionen Abonnenten und einen monatlichen Durchschnittsumsatz je Kunde von 65,05 Dollar. Für das Raumfahrtgeschäft stehen 41 Raketenstarts und 1,43 Milliarden Dollar Umsatz im Modell. Operativ wird hier noch ein Verlust von 323 Millionen Dollar erwartet. Die geplante Investitionssumme wird durch einen erwarteten Kassenbestand von 91,2 Milliarden Dollar abgefedert, macht die Kapitalrendite aber umso wichtiger.
Bernstein Research hat die Einstufung für SpaceX vor den Zahlen mit einem Kursziel von 248 Dollar auf "Outperform" belassen. Mit dem "Association of the US Army"-Treffen in der vergangenen Woche habe das größte Armeeereignis des Jahres mit über 700 Unternehmen stattgefunden, schrieb Douglas Harned am Montag. Das Führungspersonal von US-Armee und Pentagon habe die neue Herangehensweise unterstrichen, wie mehr Zugang für neue Wettbewerber, offene Architekturen, das "Recht auf Reparatur" und die Vermeidung von sehr teuren "exquisiten" Lösungen. Zudem sei der hohe Bedarf an Munition und Raketen betont worden.
Die Messlatte für SpaceX liegt hoch. Kein Wunder, bei der extrem sportlichen Bewertung. Entscheidend wird, ob SpaceX nicht nur stark wächst, sondern auch zeigen kann, dass sich der KI-Ausbau und die übrigen Großinvestitionen nachhaltig rechnen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX, Tesla.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SpaceX befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 21:22
Bei Google bevorzugen