25.04.2019 Benedikt Kaufmann

So schlimm stand‘s um Apple noch nie

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Apple
Trendthema

Es gab eine Zeit, da herrschte relative Einigkeit, was bei der Apple-Aktie zu tun war: Kaufen, Kaufen, Kaufen! Doch schwächelnde iPhone-Verkäufe und unsicheres Services-Wachstum drücken auf die Stimmung. Noch nie war das Analysten-Sentiment schlechter als jetzt – für Anleger bedeutet dies jedoch attraktive Chancen.

Wenn Apple nämlich – wie DER AKTIONÄR erwartet – sein Services-Wachstum unverändert steigern kann, sollte dies die schwächelnden iPhone-Verkäufe ausgleichen können. Die Aktie sollte dann vor einer Neubewertung stehen, wenn die Analysten ihren Fokus vom Smartphone auf App Store, News-Abonnement und iCloud legen müssen. Die historisch niedrige Anzahl an Kauf-Empfehlungen könnte dann der Vergangenheit angehören.

Mit der Entscheidung, die iPhone-Verkäufe nicht mehr auszuweisen, versucht die Konzernführung genau diese neue Sicht auf Apple zu forcieren. Im vergangenen Geschäftsjahr machen die Services-Umsätze rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus und wuchsen im Vergleich zum Vorjahr rund 33 Prozent.

Bis zu den Quartalszahlen am 30. April dürfte der Sinneswandel jedoch noch nicht anstehen. Anleger müssen sich gedulden und womöglich eine weitere Korrektur in Kauf nehmen, wenn sich die iPhone-Verkäufe auch 2019 nicht erholen, wie es beispielsweise Goldman Sachs erwartet.

Goldman-Analyst Rod Hall nimmt an, dass sich der negative Verkaufstrend auch 2019 fortsetzt. Am härtesten war der Rückgang 2018 in China zu spüren. Hier sanken die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent. „Es ist angesichts der starken lokalen Marken und schwachen Konsumlaune noch zu früh von einer Erholung in China auszugehen“, schrieb Hall.

Dabeibleiben!

Doch weshalb einen möglicherweise schwachen Jahresauftakt abwarten und bei Apple investiert bleiben? Ganz einfach: Auch wenn das Sentiment so schlecht ist, wie noch nie – der Chart spricht mit einem Kursgewinn von über 35 Prozent seit Jahresanfang eine andere Sprache.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.