Mehr Öl, schwarze Zahlen, steigende Dividende: Dieser US-Produzent hat in den vergangenen Jahren geliefert. Nun sprechen wachsende Fördermengen und auslaufende Preisabsicherungen für weiteren Rückenwind. Bleibt der Ölpreis hoch, könnte künftig noch mehr Geld in die Kassen fließen.
Der Hebel liegt nicht allein in neuen Bohrungen. Nach einer Übernahme konzentrierte sich der Konzern zunächst auf bereits produzierende Anlagen: Er verbesserte die Technik und beseitigte Hindernisse im Förderprozess. Das Ergebnis: zeitweise deutlich mehr Öl als erwartet – ohne zusätzliche Bohrlöcher. Auch finanziell zahlte sich die Strategie aus. Der Verkauf eines ergänzenden Infrastrukturgeschäfts wurde mit Gewinn abgeschlossen. Weitere Erlöse können über 5 Jahre hinzukommen, wenn bestimmte Gasmengen durch das Netz laufen.
Neue Bohrungen sollen die Förderung weiter steigern; umfangreiche Reserven und zusätzliche erschließbare Standorte bieten weiteres Potenzial. Verbesserungen an der Infrastruktur sollen den Gastransport erleichtern. Wie viel der Produzent je Barrel verdient, hängt auch von langfristigen Preisabsicherungen ab. Das Wachstum kostet zunächst einiges: Mehr als die Hälfte des Investitionsbudgets für das Jahr ist bereits im ersten Halbjahr eingesetzt worden. Deshalb könnten die Ausgaben in den kommenden Monaten sinken, während die Förderung weiter steigt – und mehr finanzieller Spielraum für Schuldenabbau oder höhere Ausschüttungen entstehen.
Nach starken Quartalszahlen, einer höheren Förderprognose und dem steigenden Ölpreis legte der Aktienkurs kräftig zu. Trotzdem gilt die Bewertung gemessen an den erwarteten Gewinnen weiterhin als moderat. Das haben auch Management, Direktoren und ein langfristig orientierter Investor erkannt – sie halten zusammen 17 Prozent der Aktien.
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