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150 Prozent Plus! BYD fährt VW und Co weiter davon

150 Prozent Plus! BYD fährt VW und Co weiter davon
Foto: BYD
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Jan-Paul Fóri Heute, 09:26 ‧ Jan-Paul Fóri
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Hohe Spritpreise und ein wachsendes Angebot treiben die Nachfrage nach Elektroautos in Europa an. Davon profitiert vor allem BYD: Der chinesische Autobauer steigerte seine Zulassungen in der EU binnen neun Monaten um 150 Prozent. Volkswagen kommt dagegen kaum vom Fleck. Auch BMW und Mercedes-Benz wachsen nur moderat, wie die neuen Zulassungszahlen zeigen.

  • Die BYD-Zulassungen in der EU sind um 150 Prozent auf 206.002 Fahrzeuge gestiegen.
  • Der VW-Konzern bleibt mit 2,23 Millionen Pkw nahezu auf Vorjahresniveau.
  • BMW und Mercedes-Benz legen beide zu, der Wachstum bleibt jedoch überschaubar.

Die Zahlen des europäischen Herstellerverbands ACEA sprechen eine klare Sprache. Von Januar bis September 2026 schnellten die Zulassungen von BYD in der EU um 150 Prozent auf 206.002 Fahrzeuge nach oben. Damit liegt der chinesische Elektroautobauer inzwischen vor Tesla. Die Amerikaner kommen im selben Zeitraum 188.035 Fahrzeuge und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Zuwachs fällt umso stärker ins Gewicht, weil der gesamte EU-Automarkt lediglich um 5,7 Prozent auf knapp 8,52 Millionen Neuzulassungen wuchs. BYD gewinnt damit deutlich schneller Marktanteile als der Gesamtmarkt. Das Unternehmen profitiert von seinem breiten Angebot an Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Gerade Letztere ermöglichen es, Kunden anzusprechen, die noch nicht vollständig auf den reinen Elektroantrieb umsteigen wollen.

Volkswagen-Aktie: Stagnation trotz Marktaufschwung

Weniger dynamisch fällt die Entwicklung beim Volkswagen-Konzern aus. Einschließlich Porsche wurden in den ersten neun Monaten 2,23 Millionen Fahrzeuge (inklusive der Sportwagen der Porsche AG) in der EU neu zugelassen. Damit blieb der Konzern nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl der Gesamtmarkt wuchs.

Volkswagen verfügt weiterhin über eine starke Marktposition und ein breites Markenportfolio. Die Zahlen zeigen jedoch, dass der Konzern bislang kaum vom allgemeinen Aufschwung profitiert. Besonders der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller dürfte den Druck auf Preise und Marktanteile erhöhen.

E-Autos im Aufwind

Gleichzeitig verschiebt sich die Nachfrage zugunsten elektrifizierter Antriebe. Reine Elektroautos erreichten von Januar bis September 1,93 Millionen Neuzulassungen und damit einen Marktanteil von 22,7 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 16,1 Prozent. Benziner und Diesel verloren dagegen deutlich an Boden. Ihre Zulassungen gingen um 19,1 beziehungsweise 19,5 Prozent zurück. .

Für Volkswagen wird damit entscheidend, ob die neuen Elektromodelle genügend Nachfrage erzeugen, ohne die Profitabilität zu stark zu belasten.

Mercedes-Benz und BMW: Premiumhersteller wachsen moderat

Auch die beiden deutschen Premiumhersteller konnten ihre Zulassungen steigern. Bei BMW lag das Plus in der EU nach neun Monaten bei 4,6 Prozent, Mercedes-Benz kam auf 3,6 Prozent. Beide Unternehmen entwickelten sich damit besser als Volkswagen, blieben aber weit hinter BYD zurück.

Für BMW spricht die breite Aufstellung bei Verbrennern, Plug-in-Hybriden und Elektroautos. Mercedes-Benz setzt ebenfalls auf eine Elektrifizierung seiner Modellpalette, muss dabei aber den Anspruch an Preisniveau und Profitabilität wahren. Die Zulassungszahlen liefern einen Hinweis auf die Nachfrage, sagen jedoch noch wenig darüber aus, wie viel die Hersteller mit den einzelnen Fahrzeugen verdienen.

Zudem zeigt sich, dass die Elektrifizierung nicht ausschließlich über reine Batterieautos läuft. Hybride waren mit einem Marktanteil von 36,3 Prozent weiterhin die beliebteste Antriebsart in der EU. Plug-in-Hybride kamen auf 10,1 Prozent. Zusammen mit den reinen Elektroautos entfiel damit bereits mehr als die Hälfte des Marktes auf elektrifizierte Antriebe.

BYD (WKN: A0M4W9)

Beim Absatzwachstum setzt BYD erneut ein Ausrufezeichen. Bei Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW ist die Krise dagegen noch nicht ausgestanden. Anleger machen weiter einen Bogen um die deutschen Autobauer. DER AKTIONÄR favorisiert im Automobilsektor Tesla und Ferrari.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Porsche AG, Porsche SE.

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