05.03.2019 Michael Schröder

Siltronic: Endlich wieder gute Nachrichten

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Siltronic
Trendthema

Der Waferhersteller Siltronic will nach einem starken Geschäftsjahr 2018 die Dividende kräftig erhöhen. Die Ausschüttung soll 5,00 Euro verdoppelt werden. Damit fällt die Gewinnbeteiligung höher als erwartet aus. der Münchner Chipzulieferer hatte bereits im Februar die wichtigsten Eckdaten für 2018 und einen vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr vorgelegt. Vom langfristigen Wachstumstrend in der Halbleiterbranche bleibt der Vorstand aber weiter überzeugt.

Der Netto-Cashflow wird erneut deutlich positiv erwartet, aufgrund der erhöhten Investitionen jedoch voraussichtlich rund 100 Millionen Euro niedriger ausfallen als noch 2018. 2020 werden die Investitionen gegenüber dem Jahr 2019 dann wieder deutlich zurückgehen. „Wenn man das Jahr 2019 mit der Geschäftsentwicklung der letzten beiden Jahre vergleicht, wird sich das laufende Geschäftsjahr verhaltener entwickeln. Wir sind jedoch von dem zugrundeliegenden langfristigen Wachstumstrend in der Halbleiterbranche aufgrund der vielfältigen Endanwendungen wie beispielsweise Digitalisierung, Big Data oder Elektromobilität überzeugt“, so von Plotho.

Das Fazit hat Bestand: Positive Impulse vom Handelsstreit zwischen den USA und China könnten die Halbleiterbranche und damit auch die Siltronic-Aktie stimulieren. Zieht die Nachfrage bereits im zweiten Halbjahr wieder an und gelingt es dem Vorstand, nach dem wahrscheinlichen Konsolidierungsjahr 2019 schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren, sollte das Interesse an der Aktie schon bald wieder zunehmen. Das Ziel bei 100 Euro hat weiter Bestand. Investierte Anleger und alle AKTIONÄR-Leser, die die „Übertreibung als Chance“ in der Ausgabe 02/19 bei 69,82 Euro zum Einstieg genutzt haben, sichern ihre Gewinne aber mit einem engen Stopp im Bereich zwischen 84,50 und 84 Euro ab.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.