Die Kasse klingelt bei BASF: Durch den Verkauf des Lacke-Geschäfts an den US-Finanzinvestor Carlyle erhält der DAX-Konzern nun einen Betrag von 5,8 Milliarden Euro. 40 Prozent des Bereichs, zu dem beispielsweise Oberflächentechnik sowie Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke gehören, werden die Ludwigshafener indes weiterhin halten.
Kurzzusammenfassung:
BASF erhält 5,8 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Lacke-Geschäfts an Carlyle und behält eine Beteiligung von 40 Prozent.
Jefferies und Goldman Sachs senken ihre Kursziele, da sich das Marktumfeld nach dem Ende der Blockade der Straße von Hormus wieder normalisiert.
DER AKTIONÄR bleibt positiv: BASF bleibt langfristig ein attraktiver Dividendenwert.
Der BASF-Vorstandsvorsitzende Markus Kamieth zeigte sich mit dem Deal sehr zufrieden: „Dieser erfolgreiche Abschluss ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unserer ‚Winning Ways‘-Strategie, mit der wir den Wert unserer Standalone Businesses herausstellen wollen." Er fügte hinzu: „Indem wir eine Beteiligung von 40 Prozent halten, werden wir weiterhin an der zukünftigen Wertschaffung des Coatings-Geschäfts partizipieren und gleichzeitig den strategischen Fokus von BASF schärfen.“
Durch das Ende der Blockade der Straße von Hormus könnte das Marktumfeld für BASF indes aber wieder etwas schwieriger werden. Der Chemieriese profitierte von diversen Engpässen in der Branche, die dadurch entstanden, dass wichtige Rohstoffe nicht mehr aus dem Nahen Osten nach Asien verschifft werden konnten. Nun ändert sich das allmählich wieder. Das Analysehaus Jefferies warnt daher nun davor, dass die Erwartungen an das zweite Halbjahr überzogen sein könnten. Daher hat Marcus Dunford-Castro das Kursziel von 49 auf 44 Euro verringert. Sein Anlagevotum lautet unverändert "Hold". Auch die Experten von Goldman Sachs kappten das Kursziel für die DAX-Titel etwas von 63,00 auf 57,00 Euro, raten aber nach wie vor zum Kauf.
Die Dividendenperle BASF bleibt für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein attraktives Investment. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden.
FAQs
Womit erzielt BASF seine Erlöse?
BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.
Was sind die Verbundstandorte bei BASF?
In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.
Zahlt BASF Dividende?
BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 07:49