Mit der Aktie des Chemieriesen BASF ging es zuletzt etwas bergab. Denn das Unternehmen profitierte in den vergangenen Wochen indirekt durchaus von diversen Engpässen, die durch die Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurden. Nun normalisiert sich die Lage in der wichtigen Meerenge allmählich immer weiter, weshalb der BASF-Kurs nachgab.
Doch das Ende der Blockade hat für den Ludwigshafener Chemieriesen auch durchaus Vorteile. Denn eine freie Ein- und Ausfahrt in den Persischen Golf ist wichtig für eine florierende Weltwirtschaft. Und diese würde wiederum BASF klar in die Karten spielen. Mut machten nun die überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA. So hat sich die US-Wirtschaft im ersten Quartal stärker entwickelt als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um annualisiert 2,1 Prozent. Volkswirte hatten zuvor nur mit einem Anstieg von 1,6 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2025 lag das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 0,5 Prozent.
Zudem sind die Aufträge für langlebige Güter weniger stark als erwartet gesunken. Während Volkswirte im Vorfeld für den Monat Mai mit einem Rückgang von 5,0 Prozent gerechnet hatten, verringerten sich die Bestellungen letztlich nur um 4,5 Prozent. Rechnet man Transportgüter wie beispielsweise Flugzeuge heraus, ergibt sich sogar ein Plus von 1,3 Prozent, was ebenfalls über den Expertenprognosen liegt. Zudem wurde der Anstieg der Aufträge im April von 8,0 auf 8,5 Prozent nach oben korrigiert.
BASF ist in den USA sehr stark aufgestellt. So betreibt der DAX-Konzern in Freeport und in Geismar zwei seiner riesigen Verbundstandorte, in denen ausgehend von den Rohstoffen Öl und Gas eine Vielzahl an verschiedenen chemischen Produkten hergestellt werden können.
Es dürfte spannend werden, ob nun die Weltwirtschaft nach einer lang anhaltenden Lethargie allmählich wieder Fahrt aufnimmt. Dem global aktiven Chemieriesen BASF würde dies natürlich voll in die Karten spielen. Die Dividendenperle bleibt für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein attraktives Investment. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden.
FAQs
Womit erzielt BASF seine Erlöse?
BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.
Was sind die Verbundstandorte bei BASF?
In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.
Zahlt BASF Dividende?
BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 07:59