07.02.2020 Marion Schlegel

Schock für Aurora-Cannabis-Aktionäre: Aktie bricht ein – die Hintergründe

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Aurora Cannabis
Trendthema

Die Aktie des kanadischen Cannabis-Players Aurora Cannabis sind am Donnerstag massiv eingebrochen. Bereits während des regulären Handels wiesen die Papiere ein Minus von 5,6 Prozent auf, dann wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Nachbörslich rutschte Aurora Cannabis dann um weitere 13,6 Prozent ab. Wie am Donnerstag bekannt wurde, tritt der Mitbegrüner und CEO des Unternehmens, Terry Booth, ab. Zudem meldete Aurora die Streichung von 500 Stellen und die Kappung der Investitionsausgaben im zweiten Halbjahr 2020, um unter 100 Millionen Kanadische Dollar zu kommen.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird sich Booth in den Ruhestand verabschieden, aber im Board bei Aurora bleiben und als strategischer Berater fungieren. Als neuer Interim-CEO wurde der bishere Executive Chairman Michael Singer benannt. Singer ist bereits seit Mai 2016 im Board des in Alberta ansässigen Unternehmens. Das Unternehmen hat angekündigt, nun die formelle Suche nach einem ständigen CEO eingeleitet zu haben.

Aurora Cannabis (WKN: A12GS7)

"Ich glaube nicht, dass wir eine größere strategische Veränderung sehen werden, da Singer in das Unternehmen involviert ist und sie Booth als Berater behalten", sagte Andrew Kessner, Analyst bei William O'Neill in New York. "Dies soll dem Markt signalisieren, dass man Änderungen vornimmt."

Dennoch ist es bei Auroa bereits der zweite prominente Abgang. Kurz vor dem Jahreswechsel gab das Unternehmen bereits bekannt, dass der Chief Corporate Officer Cam Battley das Unternehmen verlässt. Battley war seit 2016 bei Aurora und galt als das Gesicht des Konzerns. Er war einer der Architekten des Aufschwungs von Aurora und sowohl für Medien als auch Investoren erste Ansprechstation.

Aurora Cannabis hatte in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der Aktie wider. Zudem belastete der schwache Gesamtmarkt. DER AKTIONÄR favorisiert derzeit unter den reinen Cannabis-Produzenten weiterhin die Konkurrenten Canopy Growth und Aphria. Der gesamte Cannabis-Markt bleibt aber hochspekulativ.