Der DAX hat am Freitag erneut Verluste hinnehmen müssen. Der Leitindex verlor 1,38 Prozent und ging bei 22.300,75 Punkten aus dem Handel. Damit drehte er auch auf Wochensicht ins Minus, nachdem am Montag noch Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten die Kurse nach oben getrieben hatten.
Die Entwicklung der Ölpreise ist aktuell der zentrale Maßstab für die Inflations- und Konjunktursorgen der Investoren. Zwar hat US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum an den Iran zur Öffnung der von Hormus bis Ostermontag verlängert. Doch für nachhaltige Entspannung bei den Preisen hat das nicht gesorgt.
Laut Stephen Innes von SPI Asset Management verschiebt sie das Risiko lediglich nach hinten, anstatt es zu reduzieren. Die anhaltenden Inflationssorgen spiegeln sich auch in den Erwartungen an die Geldpolitik wider. Marktteilnehmer rechnen inzwischen damit, dass die Europäische Zentralbank bis zum Jahresende drei Zinserhöhungen vornehmen und die Geldpolitik damit wieder deutlich restriktiver gestalten könnte.
Während unter den Einzelaktien Siemens Energy mit einem Minus von 3,86 Prozent einmal mehr die rote Laterne im DAX trug, ging es für die Papiere von BASF trotz der belastenden Energiepreise um 2,68 Prozent nach oben, was gleichzeitig den Spitzenplatz im DAX bedeutete. Hier hatte der Verkauf des Industriepark Höchst für Auftrieb gesorgt.
Ebenfalls deutlich nach oben ging es für die im MDAX notierten Papiere von Delivery Hero, sie konnten um 5,66 Prozent zulegen. Auslöser dafür war ein Bericht über einen möglichen Verkauf durch Großaktionär Prosus. Laut Bloomberg zieht Prosus in Betracht, einen rund zehn Prozent großen Delivery-Hero-Anteil an dessen zweitgrößten Aktionär Aspex verkaufen wolle. Aspex würde durch diesen Deal Prosus als größten Aktionär des Essenslieferdienstes ablösen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 18:00