Europas Autowerte sowie die Firmen aus der Zulieferer-Branche haben nach der jüngsten Gewinnwarnung von BMW einen schweren Stand. Im Bereich der Zulieferer mussten die Papiere von Schaeffler etwa ein Minus von rund 20 Prozent in knapp vier Wochen verkraften.
Dass Schaeffler als Automobilzulieferer die Schwäche von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen zu spüren bekommt, steht außer Frage. Während andere Automobilzulieferer jedoch auf bessere Geschäfte der Autobauer hoffen, so dass sich das eigene Business wieder belebt, setzt Schaeffler konsequent auf neue Geschäftsfelder.
Heißt: Schaeffler stellt sich neu auf. Das Management setzt als Zulieferer auf Robotik, Drohnen und Satelliten. So schafft man sich unabhängiger von der zyklischen Autobranche zu werden. Das wird sicherlich nicht ohne Schmerzen kommen. Kurzfristig werden schwache Margen und sicherlich auch das eine oder andere operative Problem drücken. Dennoch sollte sich der Fokus auf neue, zukunftsträchtige Geschäftsfelder in den nächsten Jahren Stück für Stück auszahlen. Im Jahr 2035 sollen die neuen Geschäftsfelder rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz von derzeit rund 35 Milliarden Euro beitragen.
„Schaeffler ist sich bewusst, dass es im Bereich Humanoids harte Konkurrenz geben wird, und alles, was sie als USP als Humanoid-Zulieferer beschreiben, können andere ebenfalls gut - nur nicht in dieser Kombination und nicht in dieser Skalierung“, so Jefferiers-Analystin Vanessa Jeffries in ihrer neuen Studie zu Schaeffler. Ihr Kursziel für die Aktie lautet 10,45 Euro.
Das neue Geschäftsfeld Defence & New Space wird im übrigen von Celia Pelaz als CEO geleitet werden. Sie bringt in diesem Bereich extrem viel Erfahrung mit.
Neben dem Segment der Robotik wird Schaeffler in Zukunft auch auf Drohnen und Satelliten setzen. Das zeigt Mut und Weitsicht. Schaeffler bietet auf Sicht eine sehr attraktive Wette auf eine Erholung von Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren an.
Heute, 15:12