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Foto: Börsenmedien AG
28.10.2020 Emil Jusifov

SAP: Die ersten Analysten senken den Daumen

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SAP

Nach den schwachen Quartalszahlen von SAP gaben sich viele Analysten zunächst optimistisch und hielten an ihren Kurszielen und Kaufempfehlungen fest. Doch nun kommen auch die ersten pessimistischen Analystenstimmen zum Vorschein.

So hat die Investmentbank Goldman Sachs SAP von der "Conviction Buy List" gestrichen. Das Votum bleibt aber "Buy" mit einem Kursziel, das von 160 auf 120 Euro gesenkt wurde. Laut dem Experten Mohammed Moawalla wirke sich die beschleunigte Konzentration auf Cloud-Lösungen vorerst auf die Gewinnentwicklung bei dem Softwarekonzern aus. Dies bringe aber langfristig Chancen mit sich.

Auch das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für SAP nach gekappten Jahreszielen und mittelfristigen Zielen von 161 auf 132 Euro gesenkt. Die Einstufung wurde auf "Buy" belassen. Der Software-Konzern sei mit Blick auf seinen Wandel hin zu einer noch stärkeren Ausrichtung auf Cloudsoftware "all-in" gegangen, schrieb Analyst Julian Serafini. Eine erfolgreiche Transformation werde sich langfristig auszahlen. Allerdings stellten sich Fragen über den Reifegrad der SAP-Cloud-Produkte sowie über Tempo und Willen einiger Kunden, den Wandel mitzuvollziehen. Investoren dürften daher auf Nachweise warten, bevor sie SAP wieder ihr Vertrauen schenkten.

Die Experten von Evercore gaben sich noch pessimistischer und haben das Rating für SAP von "Outperform" auf "In-line" abgestuft und das Kursziel von 157 auf 112 Euro gesenkt. Analyst Kirk Materne konnte keinen Grund ausmachen, warum sich die Aktien des Software-Entwicklers mittelfristig besser entwickeln sollte als der Rest der Branche. Investoren dürften folglich eine abwartende Haltung an den Tag legen. Das Aufwärtspotenzial von bis zu 130 Euro für den Kurs reiche nicht hin, um die operativen Risiken wettzumachen.


SAP (WKN: 716460)

Dass das SAP-Management nun eigene Aktien kauft, zeugt davon, dass dieses optimistisch in die Zukunft seines Unternehmens blickt. Auch DER AKTIONÄR hält SAP langfristig für interessant, empfiehlt Anlegern jedoch vor dem Neueinstieg die Konsolidierung der Aktie abzuwarten. Das Papier gehört auf die Watchlist.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: SAP.

(Mit Material von dpa-AFX)

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