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Foto: Börsenmedien AG, SAP
03.11.2020 Emil Jusifov

SAP: Die Cloud-Strategie ist richtig – und die Aktie ein ... Kauf

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SAP

Der Softwareriese SAP steht aktuell im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. Denn nach den Quartalszahlen löste SAP am Montag letzte Woche ein wahres Börsenbeben aus. Die Aktie des deutschen Vorzeigeunternehmens ging an einem Tag über 20 Prozent in die Knie.

Offensichtlich ließen sich die Anleger von einem einzigen Quartalsbericht aus der Fassung bringen. Der genaue Blick auf die Unternehmensstrategie und die Kennzahlen zeigt jedoch, dass SAP nach wie vor ein Top-Unternehmen bleibt und sich die richtigen Langfristziele gesetzt hat.

Cloud-Fokus ist richtig

So erscheint der starke Cloud-Fokus des Unternehmens im Kern richtig zu sein. Denn Cloud Computing ist heutzutage der mit Abstand größte Wachstumstreiber der Softwareunternehmen. Und das sollte auf lange Sicht auch so bleiben.

Schaut man auf den Cloud-Giganten und SAP-Wettbewerber Salesforce, dann hat dieser bereits nahezu komplett auf Cloud umgestellt, was sich im hervorragend laufenden operativen Geschäft des Unternehmens widerspiegelt.

SAP führt lediglich 72 Prozent von Erlösen in diesem Jahr auf planbare Umsätze (Cloud) zurück. Das ist zwar noch deutlich ausbaufähig. Angesichts der starken Wachstumsdynamik in der Cloud befindet sich SAP auf dem besten Wege schon bald zur Konkurrenz aufzuschließen (siehe Grafik unten).


Statista
SAP: Cloud-Erlöse bis 2019

Und so will SAP laut dem letzten Quartalsbericht bereits 2025 bei den Clouderlösen die Marke von 22 Milliarden Euro knacken und Gesamtumsätze von über 36 Milliarden erreichen. 85 Prozent der Umsätze sollen dann besser planbar sein, das heißt, dass sie entweder auf Cloudabos oder Wartungsverträgen beruhen und nicht allein vom vertrieblichen Erfolg abhängen sollten.

SAP (WKN: 716460)

Aus charttechnischer Sicht bietet sich der Kauf der SAP-Papiere nach wie vor nicht an. Langfristig bleibt die Aktie aber aus den oben erwähnten Gründen ein Kauf. Anleger mit dem langfristigen Zeithorizont können daher beim SAP-Papier wieder zuschlagen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: SAP.

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