23.04.2020 Marion Schlegel

SAP: Das sagen jetzt die Analysten

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SAP

Die Papiere von SAP haben zuletzt nach Quartalszahlen und der Ankündigung von Management-Veränderungen nachgegeben. Am heutigen Donnerstag verliert die Aktie 1,7 Prozent auf 106,64 Euro. Die aktuellen Entwicklungen haben auch einige Analysten zum Anlass genommen und die Aktie von SAP erneut unter die Lupe genommen.

Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für SAP nach endgültigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 145 Euro belassen. Das Zahlenwerk sei nicht überraschend gewesen, jedoch das schnelle Ausscheiden von Co-Chefin Jennifer Morgan, schrieb Analyst Andreas Wolf in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Für den Softwarekonzern spreche die relativ große Immunität gegen die Auswirkungen der Corona-Krise.

SAP (WKN: 716460)

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für SAP nach den Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 120 Euro belassen. Das robuste Geschäftsmodell des Softwarekonzerns verdiene eine Neubewertung, schrieb Analyst Charles Brennan in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Die Rückkehr zu einer einzelnen Unternehmensspitze entspreche sicher den Wünschen der Aktionäre, der jetzige Zeitpunkt eröffne aber zugleich Fragen.

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für SAP ebenfalls auf "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro belassen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie von SAP auf "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Analyst Mohammed Moawalla passte seine Prognosen für den Softwarekonzern an die endgültigen Zahlen zum ersten Quartal an. An seiner Grundthese, dass SAP vor einer Phase steigender Profitabilität stehe, ändere sich nichts, schrieb er am Mittwoch.

Nachdem die SAP-Aktien in diesem Februar mit fast 130 Euro ein Rekordhoch erreicht hatten, war es im Zuge des Börsencrashs im März bis auf fast 82 Euro abwärts gegangen auf den tiefsten Stand seit dem ersten Quartal 2018. Danach hatten sich die Anteile aber wieder sehr schnell erholt. Zuletzt ist die Aktie allerdings am Widerstand in Form der 200-Tage-Linie nach unten abgeprallt. Doch DER AKTIONÄR bleibt wie auch das Gros der Analysten zuversichtlich. Dabeibleiben!

(Mit Material von dpa-AFX)