Günstige Titel für Schnäppchenjäger
Foto: Börsenmedien AG
10.12.2020 Emil Jusifov

SAP: Darüber schreibt niemand – aber warum?

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SAP

Das Jahr 2020 war nicht das Jahr des Softwareriesen SAP. Zunächst kam bei den Walldorfern Unruhe wegen den Veränderungen an der Vorstandsspitze auf. Dann kam der unrühmliche Bericht zum dritten Quartal, der die Aktie um über 20 Prozent einstürzen ließ. Doch ist SAP wirklich so viel schlechter als die Konkurrenz?

In Sachen Produktangebot muss sich SAP jedenfalls vor keinem anderen Unternehmen in der Branche verstecken. Die Walldorfer sind nach wie vor die klaren Marktführer im Bereich ERP-Software. Bieten also diverse kaufmännische Anwendungen (unter anderem in den Bereichen Finanzen, Controlling, Personal und Logistik), ohne welche moderne Konzerne kaum am Markt bestehen könnten.

Gleichzeitig spielt das Unternehmen auch in anderen wichtigen Softwaresegmenten mit, wie beispielsweise dem Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Hier nimmt SAP gemessen an den Marktanteilen nach Salesforce, Adobe und Oracle immerhin den vierten Platz unter den weltweiten Anbietern ein.

SAP hat seine Fühler überall 

Gut aufgestellt ist SAP auch im Bereich Internet der Dinge und bietet an dieser Stelle verschiedene smarte Anwendungen, die beispielsweis in den Bereichen Smart Home und Smart City zum Einsatz kommen könnten. Mehr dazu gibt es hier.

Schließlich beteiligt sich SAP auch über seine Töchter an verschiedenen anderen Märkten in der Technologiebranche. Dazu gehört auch die Tochter Sapphire Ventures – eine Beteiligungsgesellschaft, die weltweit in Start-ups investiert. Das Unternehmen hat sich bereits an mehr als 100 Start-ups beteiligt und über 50 Verkäufe und Börsengänge begleitet. Zu den Beteiligunen von Sapphire gehörten unter anderem Konzerne wie Linkedin, Alteryx oder Docusign.

SAP (WKN: 716460)

Aus Sicht des AKTIONÄR muss sich SAP aufgrund seines breit diversifizierten Produkt-Portfolios nicht vor der Konkurrenz verstecken und ist dieser in Sachen Produkt- und Dienstleistungsangebot sogar überlegen. Investierte lassen die Gewinne laufen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: SAP.

Buchtipp: Krisenfest

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Welt ist im ­Krisenmodus. Die globale Pandemie verunsichert die Menschen. Die Börsen crashen – um direkt danach wieder steil anzusteigen. Der Zustand unseres Geldsystems ist besorgniserregend. Nega­tive Zinsen und wachsende Staatsverschuldung sind an der Tagesordnung. Kurz gesagt: Vermögensaufbau und Vermögensschutz waren selten so wichtig wie heute. Aaron Koenig widmet sich in seinem neuen Buch den Fragen, welche die Anleger jetzt umtreiben: Wie schütze ich meine Erspar­nisse? Wie sichere ich mein Geld gegen eingefro­rene Konten, Enteignungen und andere finanzielle Repressionen? Welche Investmentstrategien funktionieren auch in Krisenzeiten? Koenig spannt den Bogen von passivem Einkommen über Kryptowährungen als Absicherung bis hin zu krisensicheren Kommunikationstechniken und Verschlüsselungsmethoden. Das richtige Buch zur richtigen Zeit.
Krisenfest

Autoren: Koenig, Aaron
Seitenanzahl: 192
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-660-8