04.02.2019 Thorsten Küfner

Ryanair mit miesen Zahlen – was liefert demnächst die Lufthansa?

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Ryanair
Trendthema

Ryanair hat bereits in den vergangenen Monaten mehrfach die Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19, das noch bis Ende März läuft, nach unten korrigiert. Nun hat der irische Billigflieger seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Wie erwartet waren diese – und auch der Ausblick – wenig berauschend.

So verbuchte Ryanair im dritten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Verlust von 20 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Billigflieger noch einen Überschuss in Höhe von 106 Millionen Euro erzielen können. Nun warnte das Ryanair-Management sogar davor, dass man die bereits zweimal gekappte Gesamtjahresprognose im Falle sinkender Ticketpreise möglicherweise nicht erreichen könne.

Ein mauer Ausblick
Auch für die gesamte Branche zeigte sich der Ryanair-Vorstand wenig optimistisch: "Wir teilen nicht die jüngsten optimistischen Aussichten einiger Wettbewerber, wonach die Sommerflugpreise 2019 steigen werden." Dies würde natürlich auch für den Rivalen Lufthansadeutlichen Gegenwind bedeuten. Die Kranich-Airline legt ihre Ergebnisse für das (für Airlines traditionell eher wenig berauschende) Schlussquartal indes erst am 14. März vor. Aktuell rechnen die Experten mit Erlösen von 9,3 Milliarden Euro (damit wären es 36,3 Milliarden Euro für das Gesamtjahr), einem EBITDA von 967 Millionen Euro (4,7 Milliarden Euro) sowie einem Ergebnis von 0,59 Euro pro Aktie.

Ryanair-Aktie (vorerst) weiter unattrativ

Die Aktie von Ryanair hält sich in einem schwierigen Marktumfeld noch relativ robust – womöglich hatten einige Marktteilnehmer nach den vorangegangenen „Horrormeldungen“ mit noch schlimmeren Zahlen gerechnet. Anleger sollten die Aktie aber vorerst weiterhin meiden.

 

Lufthansa-Titel bleiben kaufenswert

Attraktiver ist trotz aller Herausforderungen weiterhin die Aktie der Lufthansa. Angesichts der starken Marktstellung, der soliden Bilanz sowie der mittel- bis langfristig guten Perspektiven erscheinen die DAX-Titel mit einem KGV von 5 und einem KBV von 0,9 einfach zu günstig bewertet. Anleger können hier zugreifen, der Stopp sollte bei 16,80 Euro belassen werden.