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20.02.2020 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell: Wenn Goldman damit Recht hat, dann …

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Royal Dutch Shell
Trendthema

Die Aktie des britisch-niederländischen Öl- und Gasproduzenten Royal Dutch Shell kämpft aktuell weiter darum, endlich einen nachhaltigen Boden ausbilden zu können. Ähnlich sieht es bei den Ölpreisen aus, die sich an den vergangenen Handelstagen wenigstens wieder ein bisschen von ihren 52-Wochen-Tiefs gelöst haben.

Doch das Sentiment für den Ölpreis – und damit natürlich auch für Energiefirmen wie Shell allgemein – bleibt derzeit sehr schwierig. Nachdem die OPEC in der Vorwoche ihre Prognose für die Ölnachfrage um 230.000 Barrel pro Tag gekürzt hat, hat sie die Internationale Energieagentur sogar um 378.000 Barrel verringert.

Angesichts einer weltweiten Nachfrage von täglich rund 100 Millionen Barrel sind dies zwar keine dramatischen Neuigkeiten. Doch dieser Nachfragerückgang würde die Bemühungen der OPEC, die Ölpreise mithilfe der mühsam ausgehandelten Förderkürzungen wieder auf ein höheres Niveau zu heben, natürlich enorm erschweren.

Eine düstere Prognose

Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, dass auch immer mehr Experten ihre Ölpreisprognosen senken. So hatte Goldman Sachs das Kursziel für Brent-Öl von 63 auf 53 Dollar verringert. Die Goldmänner verweisen zudem darauf, dass Brent-Öl im Falle einer größeren Auflösung von Long-Spekulationen durch Hedgefonds sogar bis auf 40 Dollar abrutschen könnte.

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

Prognosen für mögliche Horrorszenarien wie nun etwa von Goldman Sachs sind nicht neu und sollten Anleger auch nicht in Panik verfallen lassen. Dennoch müssen Anleger beachten, dass das Marktumfeld für den Ölpreis und damit auch für Royal Dutch Shell derzeit schwierig ist und die Chartbilder dementsprechend mau aussehen. Da Shell zudem auch unter den zuletzt gefallenen Gaspreisen und unter niedrigen Raffinerie-Marge leidet, drängt sich ein Einstieg bei der Dividendenperle aktuell nicht auf. Anleger sollten daher an der Seitenlinie verharren. 

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Shell.