22.04.2020 Marion Schlegel

Roche: Starkes erstes Quartal – Höhere Dividende in Sicht

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Roche

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal etwas mehr umgesetzt als im Vorjahr. Dabei sieht das Management bislang nur begrenzte Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das eigene Geschäft, wie Roche am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen in Basel mitteilte. Unterdessen arbeitet das Unternehmen weiter an Produkten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Im ersten Quartal profitierten die Schweizer von neuen Produkten. Diese konnten den Konkurrenzdruck durch sogenannte Biosimilars, also Nachahmer-Medikamente biopharmazeutischer Arzneimittel, ausgleichen. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 15,1 Milliarden Schweizer Franken (knapp 14,4 Milliarden Euro). Währungsbereinigt lag das Plus bei sieben Prozent.

Dabei legte die Pharmasparte währungsbereinigt etwas stärker zu als der Diagnostikbereich. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren die jüngeren Produkte wie das Krebsmedikament Tecentriq, das Hämophilie-Präparat Hemlibra, Ocrevus zur Behandlung von multipler Sklerose sowie das Brustkrebsmedikament Perjeta. Zusammen kamen die neuen Produkte auf einen Umsatz von 4,6 Milliarden Franken.

Seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2020 bestätigte Roche. So erwartet das Management eine wechselkursbereinigte Umsatzsteigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Kerngewinn je Aktie soll ungefähr im gleichen Maß zulegen. Auch die Dividende soll 2020 weiter steigen.

Die Aktie von Roche legt im Handel am Vormittg gut ein Prozent zu. Das Papier bleibt ganz klar einer der großen Pharma-Favoriten des AKTIONÄR. Anleger bleiben an Bord. Spannend bleibt auch das hohe Engagement des Schweizer Pharmakonzerns im Bereich Corona. Hier ist man bei Tests ganz vorne dabei. Zudem arbeitet Roche an Medikamenten zur Behandlung der Krankheit.

(Mit Material von dpa-AFX)