Es ist wieder so weit: Die Münchner Sicherheitskonferenz hat begonnen. Seit heute und bis Sonntagabend noch kommen im Bayrischen Hof in der bayrischen Landeshauptstadt Staats- und Regierungschefs, Militärs und die Elite der Rüstungsindustrie zusammen. Doch während Konferenzleiter Wolfgang Ischinger das transatlantische Verhältnis flicken möchte, blickt die Börse auf ganz andere Zahlen.
Für Rheinmetall, Hensoldt und Renk ist das Treffen in München weit mehr als nur ein diplomatisches Parkett – es ist der Katalysator für eine Branche, die sich in einem beispiellosen Superzyklus befindet. Wenn in den Hinterzimmern des Bayerischen Hofs über eine weitere Erhöhung der NATO-Quote debattiert wird, kalkulieren Analysten bereits die künftigen Auftragsvolumina.
Besonders Rheinmetall steht hier im Rampenlicht. Der Konzern nutzte die Bühne in der Vergangenheit bereits für die Verkündung von Nachrichten mit hoher Tragweite. 2024 verkündete der Düsseldorfer Rüstungskonzern auf der Münchner Sicherheitskonferenz beispielsweise eine Absichtserklärung zum Bau eines Munitionswerks in der Ukraine.
Auch 2026 positioniert sich CEO Armin Papperger als unverzichtbarer Partner für die europäische Souveränität. Die Münchner Sicherheitskonferenz ist für Rheinmetall das ideale Forum, um schnellere Beschaffungsprozesse und verlässliche Exportregeln einzufordern.
Angesichts der drohenden US-Alleingänge und Trumps wankelmütiger Politik gegenüber Kiew wird die Eigenständigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie zum zentralen Anlagethema. Werden in München neue Joint Ventures oder Kapazitätserweiterungen am Rande der Reden von Außenminister Marco Rubio oder Oppositionsgrößen wie Gavin Newsom besprochen, könnte dies den Kursen der Rüstungskonzerne neuen Schwung geben.
Hensoldt mit KI-Partnerschaft
Der Sensorspezialist Hensoldt hat bereits gestern eine strategische Partnerschaft mit dem auf KI spezialisierten Verteidigungsunternehmen Helsing verkündet. Ziel der Kooperation ist es, Verteidigungstechnologien innerhalb einer souveränen deutschen und europäischen Technologiearchitektur weiterzuentwickeln.
Dafür soll zunächst beim KI-gestützten autonomen Kampfflugzeug CA-1 Europa zusammengearbeitet werden. „Die CA-1 Europa soll künftig mit leistungsfähiger Sensorik von Hensoldt ausgestattet werden. Geplant ist die Integration von Technologien und Sensoren aus den Bereichen Radar, Optronik, Selbstschutz sowie elektromagnetischer Kampfführung. Außerdem steht mit der Hensoldt-Softwaresuite MDOcore (Multi-Domain Operations Core) das digitale Rückgrat für Multidimensions-Datenfusion, Vernetzung und Koordination bereit, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Der Superzyklus im Rüstungssektor ist weiter in Takt. Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz könnte der Grundstein für weitere Aufträge gelegt werden. Anleger lehnen sich daher entspannt zurück und lassen die Gewinne bei Rheinmetall und Renk laufen. Wer das Thema Rüstung bereitgefächert spielen will, setzt dafür auf den European Defence Index.
Hinweis auf Interessenkonflikte
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Heute, 08:30