Rheinmetall: Das lässt aufhorchen

Rheinmetall: Das lässt aufhorchen
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner 23.08.2024, 13:18 Thorsten Küfner

Bei Rheinmetall lief es in den vergangenen Jahren sehr rund, was sich auch unschwer an der Aktienkursentwicklung ablesen lässt. Der Vorstandschef des DAX-Konzerns hat indes keine Zweifel, dass die Erträge auch in den kommenden Jahren stetig weiter sprudeln dürften. Er geht von bemerkenswert hohen Wachstumsraten aus.

So erklärte CEO Armin Papperger im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass die Erlöse künftig Jahr für Jahr um knapp 40 Prozent gesteigert werden sollten. Er betonte: "Jedes Jahr wollen wir das schaffen - und das können wir auch!" Er geht davon aus, dass das Unternehmen im laufenden Jahr die Marke von 10 Milliarden Euro erreichen dürfte. Dies würde bereits dem anvisierten Wachstumsziel von 40 Prozent entsprechen. Für das Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts zu den weltweit führenden Unternehmen der Branche zu zählen, wäre aber sogar ein jährlicher Umsatz in Höhe von 40 Milliarden Euro notwendig."

Papperger erhofft sich dadurch unter anderem einen noch besseren Zugang zu politischen Entscheidungsträgern. Darüber hinaus sollte die Größe dazu führen, dass man gegenüber der Konkurrenz Kostenvorteile in der Produktion von Munition und Panzern haben könnte. Der Rheinmetall-Chef erklärte zudem, dass derartige Wachstumsraten beim Umsatz nicht allein organisch erreicht werden können. Stattdessen bleiben Übernahmen weiterhin Teil der Wachstumsstrategie des DAX-Konzerns. Erst kürzlich hatte Rheinmetall etwa Loc aus den USA oder das spanische Unternehmen Expal geschluckt. Im Interview wollte sich Papperger sich nicht zu potenziellen Übernahmekandidaten äußern. 

Rheinmetall (WKN: 703000)

DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine des Rüstungskonzerns Rheinmetall nach wie vor positiv gestimmt. Operativ läuft es weiter glänzend, starkes Wachstum ist angesichts der vollen Auftragsbücher vorprogrammiert. Ein neues Allzeithoch sollte eine Frage der Zeit sein. Schwache Tage sind Kauftage.

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