Die Rheinmetall-Aktie gerät am Donnerstag erneut unter Druck. Nachdem der Rüstungskonzern zuletzt mehrfach an der Marke von 1.000 Euro gescheitert war, fällt der Kurs nun deutlich darunter. Das 52-Wochen-Tief bei 900,20 Euro rückt damit wieder in Reichweite.
Am Donnerstag setzt sich die Schwächephase fort. Im Xetra-Handel fiel die Aktie am Vormittag bis auf 940 Euro. Damit hat der Kurs seit dem Zwischenhoch im September weiter nachgegeben. Am Mittwoch schloss Rheinmetall bei 956,40 Euro.
Charttechnisch rückt damit eine wichtige Marke in den Fokus: Das bisherige 52-Wochen-Tief liegt bei 900,20 Euro. Vom aktuellen Kursniveau aus fehlen nur rund 4,5 Prozent. Sollte die Unterstützung fallen, wäre die Aktie auf dem tiefsten Niveau seit mehr als einem Jahr angekommen.
Die Abwärtsbewegung steht dabei im Kontrast zur operativen Entwicklung des Konzerns. Erst am Mittwoch meldete Rheinmetall einen weiteren Auftrag der US Army. American Rheinmetall Defense soll 3.104 neue MK93-Softmount-Lafetten herstellen und weitere 245 bestehende Systeme modernisieren. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 18,05 Millionen Euro (DER AKTIONÄR berichtete).
50 Prozent unter dem Rekordhoch
Die Börse konzentriert sich derzeit dennoch stärker auf die Kursentwicklung und die Bewertung der Aktie. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Jahre hat Rheinmetall einen erheblichen Teil des Abstands zum Rekordhoch von knapp 2.000 Euro wieder abgegeben. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei rund 1.988 Euro.
Für die Rheinmetall-Aktie wird es charttechnisch zunehmend kritisch. Mit dem Bereich um 900 Euro wartet eine wichtige Unterstützung. Ein Bruch des 52-Wochen-Tiefs wäre ein weiteres negatives Signal und könnte die laufende Korrektur verschärfen. Gleichwohl sieht DER AKTIONÄR auf dem aktuellen Niveau den Abverkauf als übertrieben an und hält langfristig deutlich höhere Kurse für möglich. Anleger mit Weitblick kaufen jetzt.
Heute, 12:21
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