Der Gesundheitskonzern Fresenius verstärkt sich im Bereich der Biosimilars und schluckt die verbleibende Minderheitsbeteiligung an mAbxience. Ein logischer Schritt, den sich die Bad Homburger bis zu 750 Millionen Euro kosten lassen.
Mit der vollständigen Kontrolle erwartet Fresenius eine leichtere Steuerung von Investitionen, Produktionskapazitäten und Entscheidungsprozessen. Zudem rechnet das DAX-Unternehmen mit einer verbesserten Wettbewerbsposition. Der Gesundheitskonzern beziffert den wachstumsstarken Biosimilars-Markt mit einem Volumen von mehr als 180 Milliarden Euro bis zum Jahr 2035.
Die Anteile kauft Fresenius nun von Insud Pharma und Invim Corporativo ab. Bereits vor gut vier Jahren erwarb Fresenius mit 55 Prozent die Mehrheit an der spanischen Gesellschaft.
„Mit dem Abschluss der Übernahme von mAbxience erreichen wir den nächsten Meilenstein beim Aufbau eines führenden, vertikal integrierten Biopharma-Geschäfts von relevanter Größe", so Fresenius-Chef Michael Sen zur Transaktion. "Als wir vor vier Jahren erstmals in mAbxience investiert haben, war das Marktpotenzial groß, der Biosimilars-Markt befand sich jedoch noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die Mehrheitsbeteiligung verschaffte uns Zugang zu einer hoch wettbewerbsfähigen Plattform und begrenzte zugleich unser Risiko."
Seitdem habe sich der Markt dynamisch entwickelt und mAbxience seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, so Sen weiter. "Heute verfügt Fresenius über die finanzielle Stärke, den nächsten Schritt zu gehen."
Fresenius kann sich nach Jahren des Schuldenabbaus die strategisch wichtige Übernahme leisten. Denn der Biosimilar-Markt entwickelt sich dynamisch und immer mehr Player dringen in den Markt. In dieser Woche stand die Aktie nach negativen Nachrichten aus den USA (DER AKTIONÄR berichtete) unter Druck. Anleger bleiben ruhig und investiert. Denn die mittel- bis langfristigen Aussichten sind stimmig.
Heute, 07:45
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