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Fresenius‑Aktie massiv unter Beschuss: Was ist da los?

Fresenius‑Aktie massiv unter Beschuss: Was ist da los?
Foto: Fresenius SE & Co. KGaA
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Michel Doepke Heute, 16:34 ‧ Michel Doepke
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Die Aktie des Bad Homburger Gesundheitskonzerns Fresenius bricht am Dienstagnachmittag plötzlich kräftig ein. Zur Stunde verliert der DAX-Titel rund sieben Prozent und wird damit klar auf den letzten Platz im deutschen Leitindex durchgereicht. Der Grund für das sehr schwache Abschneiden der Papiere sind schlechte Nachrichten aus den USA von der US-Zulassungsbehörde FDA.

Demnach habe ein Arzneimittelwerk der Geschäftseinheit Kabi am 22. September bereits ein Warnschreiben ("Warning Letter") von der Behörde erhalten, in dem Verstöße in einer Produktionsstätte für sterile Injektionspräparate angeführt wurden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Schreiben betreffe demnach die Nichteinhaltung der Standards der „Current Good Manufacturing Practice“ (GMP) in der Produktionsstätte in Melrose Park im US-Bundesstaat Illinois.

Darüber hinaus berichtet Bloomberg, dass bei einer FDA-Inspektion vom 27. Januar bis zum 18. Februar bereits verunreinigte Arzneimittel mit biologischen Partikeln festgestellt wurden. Demnach warnte die FDA, dass sie die Zulassung neuer Arzneimittelanträge zurückhalten könne, bis die Verstöße vollständig behoben seien.

Durch den Kursrutsch nähert sich die Fresenius-Aktie wieder dem September-Tief an: Der Bereich bei rund 42 Euro markiert eine charttechnische Supportzone. Die in den zurückliegenden Wochen gestartete Erholungsbewegung erhält durch die schlechten Nachrichten aus Übersee nun einen klaren Dämpfer.

Fresenius (WKN: FRE5EN)

Anleger sollten das Schreiben der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA nicht überbewerten. Fresenius kann die Mängel beheben, weshalb die erste Kursreaktion mit einem Minus von etwa sieben Prozent übertrieben erscheint. Investierte Anleger halten die Füße still, bewahren die Geduld und halten an ihrer Position fest. Ein Stopp bei 34,50 Euro sichert ab.

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