26.07.2018 Thorsten Küfner

Repsol und Total: Erwartungen verfehlt, was nun?

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Repsol
Trendthema

Die Öl- und Gasproduzenten Total und Repsol haben im zweiten Quartal natürlich deutlich vom höheren Ölpreisniveau profitiert. Allerdings konnten die beiden Blue Chips mit ihren Zahlen die Markterwartungen nicht erfüllen. Mit der Repsol-Aktie geht es daher im frühen Handel deutlich bergab. Was sollten Anleger nun tun?

Beim französischen Energiekonzern sollten Anleger grundsätzlich weiterhin die Geschäftsentwicklung genießen. So steigerte Total den Gewinn im zweiten Quartal zwar um 44 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro, verfehlte (wie etwa auch Royal Dutch Shell) die Prognosen der Experten von 3,60 Milliarden Euro nur ganz knapp. Die Aktie legt im frühen Handel dennoch leicht zu. An die Anteilseigner wollen die Franzosen eine Quartalsdividende in Höhe von 0,64 Euro je Aktie ausschütten. Stichtag hierfür ist der 25. September.

Repsol: Die Schulden sinken kräftig
Der Energieriese Repsol hat zwischen Anfang April und Ende Juni den Gewinn auf 549 Millionen Euro gesteigert. Damit lagen die Spanier allerdings unter den Analystenprognosen von 579 Millionen Euro. Grund hierfür waren vor allem deutlich gestiegene Kosten im Downstream-Geschäft, besonders in der Petrochemiesparte. Besonders erfreulich hingegen: Die Nettoschulden konnten im Jahresvergleich um 64 Prozent auf nur noch 2,7 Milliarden Euro verringert werden.

Keine Sorge, beide Aktien bleiben attraktiv!
Trotz der heute eher mauen Ergebnisse der beiden Energieriesen besteht keinerlei Grund zur Sorge. Die Profitabilität der beiden Konzerne dürfte hoch bleiben und die Aussichten sind gut. Während Total mit einer starken Stellung im Batteriegeschäft und vor allem mit einem spannenden Chartbild glänzen kann, überzeugt bei Repsol besonders die sehr günstige Bewertung: So liegt das 2019er-KGV mit 9 deutlich unter dem Sektor-Durchschnitt. Zudem ist ein KBV von 0,8 für einen konstant hochprofitablen Konzern eigentlich auch viel zu günstig.