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10.04.2015 Michael Schröder

Real-Depot-Wert SÜSS Microtec: Kaufsignal und (zu) konservative Prognose

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SÜSS Microtec könnte als Nachzügler in den nächsten Wochen in den Fokus der Anleger rücken. Mit dem nachhaltigen Sprung über den Widerstand bei 6,20 Euro wurde ein Kaufsignal generiert. Die nächste charttechnische Hürde wartet dann erst wieder bei 7,50 Euro. DER AKTIONÄR hat daher im Real-Depot eine spekulative Trading-Position eröffnet.


SÜSS Microtec hat beim Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 145,3 Millionen Euro das obere Ende der Guidance erreicht. Das EBIT lag bei 8,4 Millionen Euro und übertraf damit sogar die Erwartungen. Für das laufende Jahr tritt der Vorstand des weltweit führenden Herstellers von Anlagen- und Prozesslösungen für die Mikrostrukturierung in der Halbleiterindustrie dagegen etwas auf die Euphoriebremse.

Für das erste Quartal 2015 erwartet die Gesellschaft einen Auftragseingang im unteren Bereich der prognostizierten Bandbreite von 25 bis 35 Millionen Euro. Bedingt durch den vergleichsweise hohen Umsatz im vierten Quartal 2014 und der, für das Geschäft typisch schwachen Umsatzentwicklung zum Jahresanfang, wird der Umsatz im ersten Quartal 2015 erwartungsgemäß bei rund 25 Millionen Euro liegen. Entsprechend ergibt sich ein negatives EBIT im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Für das laufende Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand einen Umsatz von rund 130 bis 140 Millionen Euro und ein ausgeglichenes EBIT. Ein wesentlicher Grund für die erwartete Verringerung des Ergebnisses gegenüber 2014 sind die deutlich erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Die Prognose könnte sich als zu konservativ erweisen. 

Der Ausblick erscheine vorsichtig, wobei der Chipausrüster offenbar keine weiteren Enttäuschungen des Marktes riskieren wolle, heißt es bei der DZ Bank. Die Aktie sei aber günstig bewertet, so die Experten. Einen positiven Einfluss sollte der Amtsantritt des neuen Unternehmenschefs Per-Ove Hansson am 1. Mai haben. Die Analysten sehen die Aktie daher bei 6,70 Euro fair bewertet.

Die Kollegen von Hauck & Aufhäuser sind sogar noch eine Spur optimistischer. Sie haben ein Kursziel von 7,50 Euro ermittelt. Die Eckdaten des vierten Quartals hätten die Wende zum Positiven für den Chipausrüster bestätigt, so Analyst Tim Wunderlich. In Branchenkreisen ist zudem von einem anhaltend positiven Newsflow zu hören. Die Mischung passt. DER AKTIONÄR hat daher am Donnerstag eine spekulative Trading-Position eröffnet.

 Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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