Porsche SE: 1,2 Milliarden Euro Gewinn weg – die Hintergründe

Porsche SE: 1,2 Milliarden Euro Gewinn weg – die Hintergründe
Foto: pa/ dpa/ Marijan Murat
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11.11.2025, 09:41 ‧ Julian Weber

Die Porsche Automobil Holding SE hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich weniger verdient. Das geht aus den am Dienstag präsentierten Zahlen hervor. Hauptgrund sind schwache Ergebnisse der Kernbeteiligungen Volkswagen und Porsche AG sowie milliardenschwere Wertberichtigungen.

Das Konzernergebnis nach Steuern halbierte sich auf 1,24 Milliarden Euro nach 2,48 Milliarden Euro im Vorjahr. Das angepasste Ergebnis nach Steuern, die zentrale Steuerungsgröße des Managements, sank auf 1,59 Milliarden Euro nach 2,48 Milliarden Euro im Vorjahr.

Die Beteiligung an Volkswagen steuerte 1,72 Milliarden Euro zum Ergebnis bei, die Porsche AG lediglich 73 Millionen Euro. Beide Autobauer hatten mit rückläufigen Gewinnen durch höhere Kosten, Zölle und Restrukturierungmaßnahmen zu kämpfen.

Besonders die Porsche AG belastete die Bilanz: Für die Beteiligung musste die Holding eine Wertberichtigung von 1,2 Milliarden Euro vornehmen. Hintergrund sind schwächere Absatz- und Margenerwartungen sowie eine strategische Neuausrichtung bei Elektroautos. Gleichzeitig profitierte die Porsche SE von einer Zuschreibung auf die VW-Beteiligung in Höhe von 853 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich leicht auf 5,02 Milliarden Euro nach 5,16 Milliarden Euro zum Jahresende 2024. Operativ floss ein Mittelüberschuss von 701 Millionen Euro, der vor allem aus Dividendeneinnahmen von Volkswagen und der Porsche AG stammt.

Prognose bestätigt

Trotz des Ergebniseinbruchs hält der Vorstand um Hans Dieter Pötsch an der Prognose fest. Für das Gesamtjahr erwartet die Porsche SE weiterhin ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern zwischen 0,9 und 2,9 Milliarden Euro sowie eine Nettoverschuldung zwischen 4,9 und 5,4 Milliarden Euro.

Porsche Automobil Holding (WKN: PAH003)

Die Entwicklung bei der Porsche Holding bleibt stark abhängig vom Erfolg der Kernbeteiligungen. Sowohl Volkswagen als auch die Porsche AG kämpfen mit schwachen Renditen und entsprechend schwachen Aktienkursen. Ein Einstieg drängt sich bei keiner der drei Aktien auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Porsche Automobil Holding, Porsche AG.

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