Heute zählt es für Porsche. Denn der schwächelnde Automobilhersteller will am Mittwoch um 9.00 Uhr bei seinem Kapitalmarkttag die Pläne für die nächsten Jahre erläutern. Vorstandschef Michael Leiters, der das Amt Anfang dieses Jahres übernommen hat, setzt dabei auf das Konzept „Sportwagenschmiede ’35“.
Damit soll unter anderem das Profil des Unternehmens klarer ausgerichtet werden. Laut Vorankündigung geht es darum, Porsche im Wettbewerb besser aufzustellen, die Anziehungskraft der Marke zu erhalten und eine Grundlage für nachhaltiges profitables Wachstum zu schaffen.
Der Stuttgarter Hersteller steht unter Druck: Besonders in China gingen die Verkäufe zurück, zugleich ließ die Nachfrage nach Elektroautos nach, und US-Zölle belasteten das Geschäft. 2025 schmälerten zudem hohe Sonderkosten – darunter Aufwendungen für die längere Produktion von Verbrennern – den Gewinn der Volkswagen-Tochter erheblich. Der Nettogewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro.
Die Investoren erwarten vom Kapitalmarkttag auch konkrete Aussagen zum Spar- und Umbauplan, speziell was den Abbau von Arbeitsplätzen und eine schlankere Organisation angeht.
Was Aussagen zur Marge angeht, hofft der Markt auf realistische Ziele. Statt kurzfristig wieder an frühere Spitzenwerte anknüpfen zu wollen, erwarten Analysten von Porsche-Chef Michael Leiters ein glaubwürdiges Ziel für eine nachhaltig erzielbare EBIT-Marge – möglicherweise zunächst eher am unteren Ende des bisherigen Zielkorridors von 10 bis 15 Prozent.
Es dürfte spannend werden, wie die Pläne des Porsche-Vorstands ankommen. Für den weiteren Kursverlauf wäre eine freundliche Kursreaktion enorm wichtig, denn ansonsten droht die Aktie, ein weiteres Verkaufssignal zu generieren. Eine umfangreiche Analyse der Anteilscheine von Porsche lesen Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG.
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