Porsche hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Vor allem in China bleibt die Lage schwierig. Doch es gibt auch Lichtblicke: Der 911 wächst zweistellig, während der Cayenne seine Position als absatzstärkste Modellreihe behauptet.
- Die Zahl der Auslieferungen sank um 16 Prozent auf 178.532 Fahrzeuge.
- Der Porsche 911 legt beim Absatz um zwölf Prozent zu.
- China bleibt das Sorgenkind, hier sanken die Auslieferungen um 33 Prozent.
Die Porsche AG hat von Januar bis September weltweit 178.532 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 212.509. Damit liegt der Absatzrückgang nach neun Monaten weiterhin bei 16 Prozent. Bereits zum Halbjahr hatte Porsche ein entsprechendes Minus gemeldet. Der Sportwagenbauer hält angesichts des schwierigen Marktumfelds an seiner Strategie fest, Profitabilität und Markenwert über möglichst hohe Stückzahlen zu stellen. Der Fokus liegt auf exklusiven Modellen und margenstarken Varianten. Die hohe Nachfrage nach GTS-, Turbo- und GT-Versionen stützt diesen Ansatz.
911 wächst, Cayenne bleibt Bestseller
Der Porsche 911 erweist sich als stärkster Lichtblick im Modellportfolio. Die Auslieferungen stiegen um zwölf Prozent auf 42.217 Fahrzeuge. Auch der Cayenne behauptet sich mit 59.586 ausgelieferten Einheiten als volumenstärkste Baureihe. Das entspricht einem moderaten Rückgang von zwei Prozent. Seit dem Sommer liefert Porsche zudem den vollelektrischen Cayenne Electric aus, auf den bereits 7.002 Fahrzeuge entfielen.
China bleibt die größte Baustelle
Beim Blick auf die einzelnen Absatzmärkte zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Nordamerika blieb mit 56.088 Fahrzeugen die größte Vertriebsregion, verzeichnete allerdings einen Rückgang von 13 Prozent. In Europa ohne Deutschland sanken die Auslieferungen um elf Prozent auf 44.949 Fahrzeuge. Der Heimatmarkt Deutschland entwickelte sich mit einem Minus von sieben Prozent auf 20.954 Einheiten vergleichsweise robust. Besonders deutlich ist die Schwäche in China. Dort lieferte Porsche lediglich 21.493 Fahrzeuge aus – 33 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Trotz der insgesamt schwachen Absatzentwicklung gewinnt die Porsche-Aktie am Freitag rund zweieinhalb Prozent. Dennoch drängt sich ein Einstieg weiterhin nicht auf, da der Turnaround bei Porsche nach wie vor schleppend verläuft.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG.
Heute, 09:34
Bei Google bevorzugen