28.03.2019 Marion Schlegel

Panne bei BASF – was macht die Aktie?

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BASF
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Eine geringe Menge Formaldehyd ist nach Angaben des Chemieriesen BASF in der Fabrik in Ludwigshafen ausgetreten. Die Werksfeuerwehr habe den Austritt unmittelbar gestoppt, den Stoff aufgefangen und fachgerecht entsorgt, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Die Umweltmesswagen der BASF waren innerhalb und außerhalb des Werksgeländes unterwegs. Es wurden keine erhöhten Messwerte festgestellt, hieß es von Seiten des Konzerns. Formaldehyd gehört der BASF zufolge zu den wichtigsten organischen Grundstoffen in der chemischen Industrie. Es wird zum Beispiel bei der Herstellung von Farbstoffen verwendet. Ursache für die Panne war nach Angaben des Unternehmens eine undichte Armatur.

Auf die Aktie hat die jüngste Panne derweil keine Auswirkungen. Die Aktie kann am heutigen Donnerstag sogar leicht um ein Prozent auf 65,76 Euro zulegen. Allerdings ist der Wert noch immer deutlich von einem großen positiven charttechnischen Signal entfernt. Dies würde erzeugt, wenn dem Wert der Sprung über den mittelfristigen Abwärtstrend sowie die ebenfalls in dem Bereich verlaufende 200-Tage-Linie gelingen würde.

Interessant bleibt BASF in jedem Fall weiter für Dividendenjäger. Die Rendite beträgt derzeit 4,7 Prozent. Hinter Daimler, Covestro und BMW ist dies der derzeit vierthöchste Wert unter allen DAX-Werten. Erst vor Kurzem hat BASF trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im vergangenen Geschäftsjahr die Dividende um zehn Cent auf 3,20 Euro erhöht.

BASF gibt sich mittelfristig zuversichtlich. „Wir nehmen diese Herausforderungen an. Mit unserer neuen Unternehmensstrategie werden wir 2019 als Übergangsjahr nutzen, um gestärkt daraus hervorzugehen. In diesem Jahr passen wir Strukturen und Prozesse an und fokussieren unsere Organisation deutlich auf die Bedürfnisse unserer Kunden“, so BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller.

Anleger, die bei BASF investiert sind, bleiben an Bord, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 51,00 Euro nach unten ab. Alle anderen warten ein positives Chartsignal ab.

(Mit Material von dpa-AFX)