Palantir: CEO Alex Karp kritisiert Anthropic und OpenAI

Palantir: CEO Alex Karp kritisiert Anthropic und OpenAI
Foto: Rod Lamkey/CNP MediaPunch/picture alliance/dpa
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Michael Diertl Heute, 20:10 Michael Diertl

Palantir-CEO Alex Karp hat am Mittwoch die beiden KI-Schmieden Anthropic und OpenAI kritisiert – zumindest indirekt. „Ich will sie nicht schlechtreden, aber irgendetwas ist völlig schiefgelaufen", sagte er gegenüber CNBC mit Blick auf das Token-Modell, das die beiden Unternehmen verwenden, und die damit einhergehenden explodierenden Kosten.

„Die verbreitete Haltung unter den Unternehmen hierzulande ist: Ich mache es mir bequem und vertrödele meine Zeit mit Tokens." Weil die KI-Kosten steigen und neue Modelle teurer ausfallen als ihre Vorgänger, kehren immer mehr Unternehmen dem sogenannten „Tokenmaxxing" den Rücken und stellen dafür den Return on Investment in den Mittelpunkt.

Karps Kritik zielt dabei auf das Geschäftsmodell der beiden führenden westlichen KI-Unternehmen: Sie verkaufen ihre Modelle vor allem als geschlossenen API-Dienst, der pro Token – also nach Verbrauch – abgerechnet wird. Die Kosten steigen damit mit der Nutzung, nicht zwangsläufig mit dem tatsächlichen Nutzen. Hinzu kommt, dass Kunden nur Zugang über eine Schnittstelle erhalten, das Modell selbst aber nie besitzen. Sie können es weder eigenständig betreiben noch frei anpassen und bleiben dauerhaft von den Preisen und Bedingungen des Anbieters abhängig. Gerade für Großkonzerne und Behörden sind zudem Datenhoheit und Kontrolle entscheidend.

In diesem Zusammenhang bringt Karp Open-Weight-Modelle ins Spiel. Diese können Unternehmen selbst betreiben und an ihre Bedürfnisse anpassen, wodurch die Kosten deutlich sinken. Genau das könnte für OpenAI und Anthropic zum Problem werden – und passt zugleich zu Palantirs eigenem Geschäft, das Kunden beim Aufbau eigener, kontrollierbarer KI-Anwendungen unterstützt.

Palantir Technologies (WKN: A2QA4J)

Sollten die Nutzer der LLMs von Anthropic und OpenAI aufgrund von stark steigenden Kosten lieber auf Open-Weight-Modelle setzen, könnte das Palantir zugutekommen. Angesichts des angeschlagenen Chartbilds sollten Anleger dennoch vorerst an der Seitenlinie bleiben.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.

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